Die Praxis der Selbstakzeptanz

Für dich selbst sein – dich weigern, dein eigener Gegner zu sein, auch bei den Teilen, die du ändern möchtest.

Why it works

Branden unterscheidet Akzeptanz von Zustimmung: Man kann einen Fehler, ein Gefühl oder eine Handlung vollständig anerkennen, ohne sie zu verleugnen. Verleugnete Teile verschwinden nicht, sie steuern einen aus dem Schatten heraus. Zu akzeptieren, dass 'das ist, was ich gerade getan / gefühlt habe / bin', ist die Voraussetzung für Veränderung, weil man nicht transformieren kann, was man sich zu besitzen weigert.

How to do it

  1. Eine Eigenschaft oder Handlung benennen, die du an dir ablehnst, und sagen 'das ist gerade Teil meiner Erfahrung'.
  2. Anerkennung ('ich habe das getan') von Zustimmung ('das ist in Ordnung') trennen – du kannst akzeptieren, ohne zu billigen.
  3. Bemerken, dass das Besitzen, statt das Verleugnen, es überhaupt erst möglich macht, es zu ändern.

Evidenz

Selbstakzeptanz ist Brandens klinisches Konzept und konzeptuell nah an Ideen in akzeptanzbasierten Therapien und Selbstmitgefühlsforschung, die kontrollierte Studien zur Reduktion von Belastung vorweisen können. (clinical)

Brandens spezifische Säule ist therapeutische Theorie; die angrenzende Akzeptanz- und Selbstmitgefühlsliteratur trägt die stärkere empirische Evidenz.

Häufiger Fehler

Selbstakzeptanz als Resignation lesen ('so bin ich eben, warum es versuchen'), während Branden genau das Gegenteil meint – Akzeptanz ist das, was dich zur Veränderung befreit.

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