Ihren Zustand ändern, indem Sie Ihren Körper ändern

„Bewegung erzeugt Emotion“ – Haltung, Atem und Bewegung verändern, um schnell zu verändern, wie Sie sich fühlen.

Why it works

Emotion ist nicht rein top-down. Interozeption bedeutet, dass das Gehirn körperliche Signale (Haltung, Atemfrequenz, Gesichtsmuskeln) als Beleg dafür liest, wie Sie sich fühlen, und dann die Emotion entsprechend konstruiert. Ändern Sie die Eingaben – aufrecht stehen, langsamer ausatmen, sich bewegen – und Sie ändern die Beweislage, von der das Gehirn ausgeht.

How to do it

  1. Benennen Sie Ihren aktuellen Zustand, wählen Sie dann die entgegengesetzte Physiologie: aufrechte Haltung, offener Brustkorb, langsameres Ausatmen.
  2. Fügen Sie Bewegung hinzu – schon 60 Sekunden zügige Bewegung verändern messbar die Erregung.
  3. Halten Sie die neue Physiologie zwei Minuten, bevor Sie Ihren Zustand neu bewerten.

Evidenz

Forschung zu verkörperter Kognition und Bewegung stützt, dass Bewegung und verlangsamtes Atmen den Affekt verschieben. Die stärkere Behauptung „Power Posing verändert Hormone/Risikobereitschaft“ ist eine andere Sache – der ursprüngliche Befund ließ sich größtenteils nicht replizieren. (mechanistic)

Seien Sie skeptisch bei starken Hormonbehauptungen zur Körperhaltung. Die zuverlässigen Effekte stammen von Bewegung, Atem und gefühltem Selbstvertrauen – nicht von endokrinen Veränderungen.

Quellen

  • Ranehill et al. (2015), failed replication of power-posing hormonal/behavioral effects, Psychological Science

Häufiger Fehler

Versuchen, sich aus einem tiefen Zustand herauszudenken, während man gekrümmt sitzt und flach atmet. Man kann die eigene Physiologie nicht überargumentieren.

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