TRIZ: Systematisches Erfinden und die Logik der Widersprüche

Widerspruchskartierung, erfinderische Prinzipien und warum die besten Lösungen Trade-offs beseitigen statt sie zu verwalten

Was ist TRIZ und wie löst es schwierige Probleme?

TRIZ (Theorie des erfinderischen Problemlösens) ist eine systematische Innovationsmethode, entwickelt von Genrich Altschuller nach der Analyse Hunderttausender Patente. Ihre Kerneinsicht ist, dass die meisten Durchbruchprobleme einen „technischen oder physikalischen Widerspruch“ enthalten – eine Situation, in der die Verbesserung eines Parameters einen anderen verschlechtert –, und dass Erfinder über Fachgebiete hinweg diese Widersprüche mit einer überraschend kleinen Zahl wiederkehrender Strategien lösen.

Altschuller verbrachte Jahrzehnte mit dem Studium von Patentdatenbanken und fand heraus, dass erfinderische Durchbrüche nicht zufällig waren – sie folgten Mustern. TRIZ benennt diese Muster und macht sie zu einem navigierbaren Werkzeugkasten. Es folgen die zugänglichsten und breit anwendbarsten Bestandteile: Widersprüche identifizieren, erfinderische Prinzipien nutzen, Idealitätsdenken und Trimmen. Die Evidenz für TRIZ ist größtenteils praxisberichtet und beobachtend; die mechanistische Logik ist stark, doch kontrollierte Studien sind rar.

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