Verfügbare Ressourcen inventarisieren, bevor Sie etwas Neues hinzufügen

Listen Sie alle Zeit, Raum, Information und Energie auf, die bereits im oder um das Problem herum vorhanden ist – Lösungen verstecken sich dort oft.

Why it works

TRIZ definiert eine „Ressource“ breit: jede Substanz, jedes Feld, jede Eigenschaft oder Zeit, die im System oder seiner Umgebung vorhanden ist und noch nicht voll genutzt wird. Viele Probleme werden gelöst, indem eine bestehende, übersehene Ressource genutzt wird, statt etwas Neues zu importieren. Die kognitive Gewohnheit, nach verfügbaren Ressourcen zu scannen, bevor neue angefordert werden, verlagert die Standard-Lösungssuche weg von Addition hin zu Nutzung.

How to do it

  1. Listen Sie vor der Lösungsgenerierung alle bereits verfügbaren Ressourcen auf: Zeit (Leerlaufmomente), Raum (ungenutzte Kapazität), Information (gesammelte, aber ungenutzte Daten), Energie (Nebenprodukte bestehender Prozesse) und Menschen (noch nicht genutzte Fähigkeiten).
  2. Fragen Sie für jede Ressource: „Könnte diese umgewidmet werden, um das Problem anzugehen?“
  3. Priorisieren Sie Lösungen, die bestehende Ressourcen nutzen, gegenüber solchen, die neue erfordern.

Evidenz

Ressourcenbasiertes Denken ist ein Prinzip in TRIZ und erscheint auch in Lean Manufacturing und Verhaltensökonomie (Nutzung bestehender Verpflichtungen und Strukturen). Der Mechanismus – Reduktion der Aktivierungsenergie durch Arbeiten mit dem Vorhandenen – ist breit gestützt, wenngleich die TRIZ-Rahmung praxisabgeleitet ist. (mechanistic)

Übermäßiges Vertrauen auf bestehende Ressourcen kann den notwendigen Erwerb genuin benötigter neuer Fähigkeiten verhindern; das Ziel ist systematische Prüfung, nicht reflexiver Minimalismus.

Häufiger Fehler

Zu „wir brauchen mehr Budget/Personal“ springen, bevor geprüft wurde, was bereits vorhanden, aber falsch zugeordnet oder ungenutzt ist.

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