Eine Werte-Kartensortierung durchführen

Sortiere ein Deck von Wertbegriffen in Behalten/Vielleicht/Verwerfen, um herauszufinden, was wirklich zählt.

Why it works

Erzwungener Vergleich schlägt freies Erinnern: Bekommst du eine große Liste vorgelegt und musst sie sortieren, zeigen sich Prioritäten, die dir auf einem leeren Blatt nie eingefallen wären. Das physische Verschieben von Karten und das Aussortieren gut klingender Werte verhindert die Alles-ist-wichtig-Falle und legt echte Präferenz statt inszenierter Tugend offen.

How to do it

  1. Beginne mit einer breiten Liste von Wertbegriffen (ein gedrucktes Deck oder eine schriftliche Sammlung).
  2. Sortiere jeden in „sehr wichtig“, „einigermaßen“ und „nichts für mich“ – sei dabei kompromisslos.
  3. Reduziere den „sehr wichtig“-Stapel durch wiederholtes Aussortieren auf eine kleine Zahl.

Evidenz

Werte-Kartensortierungen werden in Beratung und motivierender Gesprächsführung als klinisches Werkzeug zur Aufdeckung von Prioritäten eingesetzt. Das Format ist eine strukturierte Erhebungsmethode und keine Wirksamkeitsintervention mit eigener Studienbasis. (clinical)

Klinisch als Erhebungshilfe eingesetzt; sie ordnet, was du bereits in dir trägst, ohne selbst eine nachgelagerte Wirkung zu belegen.

Häufiger Fehler

Zu viele Werte als „sehr wichtig“ zu behalten, was die Sortierung zunichtemacht – gerade das Unbehagen beim Streichen guter Werte bringt die Klarheit.

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