Die Grabrede- / Zukunfts-Ich-Perspektive nutzen

Stell dir vor, wie du in Erinnerung bleiben möchtest, um die Werte offenzulegen, die du am meisten verteidigen würdest.

Why it works

Sich die eigene Grabrede oder das eigene Ich mit achtzig vorzustellen, lässt kurzfristiges Rauschen zusammenfallen und legt offen, wofür du wirklich gestanden haben möchtest. Der Weitblick entfernt Statusspiele und momentane Wünsche und legt die Werte frei, die die Distanz überstehen. Was du über dich gesagt haben möchtest, ist ein klares Signal dafür, was dir am tiefsten wichtig ist.

How to do it

  1. Stell dir vor, jemand, der dich gut kannte, beschreibt, wie du gelebt hast – was würdest du wollen, dass er wahrheitsgemäß sagt?
  2. Achte auf die Eigenschaften und Prioritäten, die auftauchen; sie verweisen auf Kernwerte.
  3. Vergleiche sie mit deinem aktuellen Alltag und markiere die Lücken.

Evidenz

Perspektivenerweiternde und Zukunfts-Ich-Übungen tauchen in reflexiver und klinischer Praxis als Erhebungswerkzeuge auf. Dies ist eine strukturierte Reflexionsmethode, keine Intervention mit eigenen Wirksamkeitsstudien. (anecdotal)

Eine nützliche, aus der Praxis stammende Erhebungsmethode; keine spezifische Evidenz, dass die Grabrede-Rahmung andere Wege zur Werteaufdeckung übertrifft.

Häufiger Fehler

Werte aufzuzählen, die vor anderen bewundernswert klingen, statt jener, die du dir wirklich als wahr wünschst – die Übung funktioniert nur bei ehrlicher Antwort.

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