Werte von Zielen unterscheiden

Unterscheide Richtungen, in denen du lebst (Werte), von Zielpunkten, die du erreichst (Ziele).

Why it works

Ein Ziel kann abgeschlossen und abgehakt werden; ein Wert ist eine Richtung, in der du dich weiterbewegst und die du nie „fertigstellen“ kannst. Die beiden zu verwechseln lässt dich endliche Erfolge behandeln, als würden sie dauerhaften Sinn liefern – und dann fühlst du dich leer, wenn sie es nicht tun. Werte als Richtungen zu halten, gibt dir Orientierung zwischen und über Ziele hinaus, sodass Sinn nicht am nächsten Meilenstein hängt.

How to do it

  1. Frag bei jeder Priorität: Ist das etwas, das ich abschließen könnte (Ziel), oder eine Art, wie ich weiterleben möchte (Wert)?
  2. Formuliere abschließbare Punkte als den dahinterliegenden Wert um („Beförderung erreichen“ → „Wachstum/Beitrag“).
  3. Setze Ziele als Ausdruck von Werten, nicht als deren Ersatz.

Evidenz

Die Unterscheidung Werte-als-Richtungen / Ziele-als-Zielpunkte ist ein Kernstück der Akzeptanz- und Commitment-Therapie, die eine substanzielle klinische Evidenzbasis bei Angst, Depression und chronischem Schmerz hat. Die Unterscheidung selbst ist ein definierendes ACT-Konstrukt. (clinical)

ACT insgesamt ist gut belegt; diese spezifische Mikro-Unterscheidung ist ein grundlegendes Konzept darin, keine separat geprüfte Technik.

Häufiger Fehler

Dein gesamtes Sinnempfinden an Zielerreichung zu hängen, sodass du zwischen den Erfolgen orientierungslos bist und nach jedem ernüchtert.

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