Scaffolding: Die Kunst der temporären Lernunterstützung

Wie temporäre Unterstützungsstrukturen Entwicklung beschleunigen und wann man sie entfernt

Was ist Scaffolding beim Lernen, und wie hilft es?

Scaffolding, ein Begriff, den Jerome Bruners Forschungsteam einführte, um Vygotskys Zone der proximalen Entwicklung in der Praxis zu beschreiben, ist eine Reihe temporärer Unterstützungen, die es einem Lernenden erlauben, Aufgaben knapp jenseits seiner aktuellen Fähigkeit auszuführen – mit dem expliziten Ziel, diese Unterstützungen zurückzuziehen, sobald der Lernende fähig wird. Die Evidenz über Bildungssettings hinweg ist stark und konsistent.

Das Wort „Scaffolding“ (Gerüst) ist aus dem Bauwesen entlehnt: eine temporäre Struktur, die Ihnen erlaubt, etwas zu bauen, das Sie sonst nicht erreichen könnten, und die dann abgebaut wird, sobald das Gebäude selbst trägt. Jerome Bruners Team prägte den Begriff 1976, um zu beschreiben, wie geschickte Tutoren ihre Unterstützung in Echtzeit an die Leistung eines Lernenden anpassen. Diese Reaktionsfähigkeit – nicht die Unterstützung selbst – ist es, was Scaffolding davon unterscheidet, die Arbeit einfach für jemanden zu erledigen. Im Folgenden finden Sie die zentralen Praktiken, jeweils mit dem Mechanismus, der sie wirksam macht, und einer ehrlichen Einschätzung der Evidenz.

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