Die Argumentstruktur bewerten, nicht die Quelle

Zeichne die Logik und bewerte sie unabhängig davon, wer das Argument gemacht hat.

Why it works

Argument-Mapping erzwingt strukturelle Bewertung von Natur aus: Beim Zeichnen einer Karte stehen die Knoten für Behauptungen und logische Beziehungen, nicht für Personen. Das erschwert es, ein gutes Argument wegen seiner Quelle abzutun oder ein schlechtes wegen Autorität zu akzeptieren, da die Bewertungsfrage lautet: 'Stützt dieser Grund diese Behauptung, unabhängig davon, wer sie geäußert hat?' – eine strukturelle Frage, keine soziale.

How to do it

  1. Entferne die Quellenangabe von den Behauptungen beim Erstellen der Karte.
  2. Bewerte jede Verbindung rein danach, ob der Grund, wenn wahr, die Behauptung stützen würde.
  3. Füge Quellenqualität als separate Bewertung nach der strukturellen Bewertung hinzu – sie beeinflusst das Vertrauen in die Prämissen, nicht die logische Gültigkeit.

Evidenz

Die Trennung von Argumentgültigkeit und Quellenglaubwürdigkeit ist eine Standardnorm in der Logik- und Kritisches-Denken-Ausbildung. Forschung zur Autoritätsheuristik zeigt, dass Menschen Quellenglaubwürdigkeit relativ zur Argumentqualität im natürlichen Denken überbewerten. (observational)

In Bereichen, in denen Expertise real ist (Medizin, Ingenieurwesen), trägt Quellenglaubwürdigkeit echtes epistemisches Gewicht; das Ziel ist angemessene Gewichtung, nicht das Ignorieren von Experten.

Quellen

Häufiger Fehler

Argument-Mapping zu nutzen, um eine bereits gebildete Schlussfolgerung zu organisieren und zu präsentieren, statt eine offene Frage tatsächlich zu bewerten – wenn die Schlussfolgerung vorgeladen ist, ist die Karte ein rhetorisches Mittel, kein Denkwerkzeug.

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