Die versteckten Prämissen offenlegen

Finde die unausgesprochenen Annahmen, die das Argument braucht, um zu funktionieren.

Why it works

Jedes Argument hat Prämissen, die nicht ausgesprochen werden, weil der Sprecher sie für selbstverständlich hält. Diese versteckten Prämissen sind, wo die meisten Argumente tatsächlich scheitern: Die genannten Gründe können wahr sein und die Schlussfolgerung kann trotzdem falsch sein, wenn eine unausgesprochene Prämisse falsch ist. Mapping macht diese sichtbar, indem für jeden Schritt vom Grund zur Schlussfolgerung gefragt wird: 'Was müsste ich sonst noch glauben, damit dieser Schritt trägt?' – und diese Überzeugungen auf die Karte gesetzt werden.

How to do it

  1. Frage für jede 'stützt'-Verbindung auf deiner Karte: 'Was setzt dieser Schritt sonst noch voraus?'
  2. Schreibe die implizite Prämisse in einer anderen Farbe oder Form, um sie als unausgesprochen zu markieren.
  3. Bewerte die impliziten Prämissen mit derselben Sorgfalt wie die ausgesprochenen.
  4. Frage: 'Steht das gesamte Argument tatsächlich auf dieser unausgesprochenen Behauptung?'

Evidenz

Das Identifizieren impliziter Prämissen ist ein Standardbestandteil formaler Logikausbildung; Forschung zu Argument-Mapping findet, dass dieser Schritt zu den wirkungsvollsten Verbesserungen der Argumentqualität gehört und der am häufigsten übersprungene Schritt im natürlichen Denken ist. (mechanistic)

Es gibt keine eigenständige RCT zur Identifikation impliziter Prämissen; die Evidenz ist indirekt, aus Argument-Mapping-Studien, die die gesamte Denkverbesserung messen.

Häufiger Fehler

Nur die Prämissen offenzulegen, die leicht zu akzeptieren sind, während die, in die man emotional investiert ist, versteckt bleiben – die wichtigsten Prämissen aufzudecken sind gerade die, die man am wenigsten hinterfragen möchte.

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