Negative Assertion (Fehler ruhig besitzen)
Fehler und Mängel ruhig anerkennen, ohne defensiv zu werden oder übermäßige Selbstkritik zu üben.
Why it works
Wenn man einen Fehler zugegeben ohne Überreaktion, entzieht man der Kritik ihre Stachel. Negative Assertion – «Ja, ich habe das tatsächlich falsch gemacht» – vermittelt Selbstsicherheit: Man braucht nicht defensiv zu werden, weil man sich durch den Fehler nicht bedroht fühlt.
How to do it
- Den Fehler direkt anerkennen: «Du hast recht, das hätte ich anders machen sollen.»
- Keine ausufernde Entschuldigung oder exzessive Selbstkritik.
- Wenn angemessen, erklären, was beim nächsten Mal anders gemacht wird.
- Nicht den Fehler kleinreden oder die Kritik abwehren.
Evidenz
Negative Assertion ist eine klinische Assertivitätstechnik; ruhiges Anerkennen von Fehlern ist in der Forschung zu Selbstmitgefühl und Resilenz mit besserer emotionaler Regulation verbunden. (clinical)
Als isolierte Technik wenig untersucht; am stärksten als Teil eines vollständigen Assertivitätstrainings.
Quellen
Häufiger Fehler
In Selbstkritik und Entschuldigungen zu verfallen – das wirkt nicht selbstsicher, sondern dramatisch.
Übe das mit IX Coach
More practices for Assertivitätstraining, praktisch erklärt
- Ich-Botschaften verwenden
Eigene Gefühle und Bedürfnisse direkt ausdrücken, ohne die andere Person zu beschuldigen.
- Die Grammophon-Methode
Den eigenen Standpunkt ruhig und ohne Eskalation wiederholen, wenn jemand ihn ignoriert oder umgeht.
- Fogging-Technik: zustimmen ohne nachzugeben
Teilweise Wahrheiten in einer Kritik ruhig anerkennen, ohne die Kernposition aufzugeben.
- Nein sagen ohne übermäßiges Begründen
Bitten direkt ablehnen, ohne lange Erklärungen zu geben oder sich zu entschuldigen.
- Den Körper mit Worten abstimmen
Körperhaltung, Augenkontakt und Tonfall auf die assertive Botschaft abstimmen.