Ich-Botschaften verwenden

Eigene Gefühle und Bedürfnisse direkt ausdrücken, ohne die andere Person zu beschuldigen.

Why it works

Du-Aussagen («Du machst mich immer wütend») lösen Abwehr aus, weil sie angreifen. Ich-Botschaften («Ich fühle mich übergangen, wenn Entscheidungen ohne mich getroffen werden») sprechen die eigene Erfahrung an und lassen der anderen Person die Entscheidung, wie sie reagiert. Das senkt die Eskalationswahrscheinlichkeit und macht eine ehrliche Auseinandersetzung möglich.

How to do it

  1. Das Format: «Ich fühle [Emotion], wenn [Situation], weil [Auswirkung auf mich].»
  2. Auf Gefühle konzentrieren, nicht auf Interpretationen: «Ich fühle mich ignoriert» statt «Ich fühle, dass du mich ignorierst».
  3. Vor einem schwierigen Gespräch die Ich-Botschaft ausformulieren, damit sie präzise ist.
  4. Wenn sie in Hitze zur Du-Aussage kippt, innehalten und reformulieren.

Evidenz

Ich-Botschaften sind eine Kernkomponente des Assertivitätstrainings und Teil von Gordon's Teacher Effectiveness Training (TET). Kontrollierte Studien zeigen, dass das Training in Ich-Botschaften Konflikte reduziert und die Kommunikationsqualität verbessert. (clinical)

Die meisten Studien bündeln Ich-Botschaften mit anderen Kommunikationsfertigkeiten; isolierte Effekte sind schwieriger zu messen.

Quellen

Häufiger Fehler

«Ich fühle, dass du …» sagen – das ist eine verkleidete Du-Aussage, keine echte Ich-Botschaft.

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