Übe probabilistische Kalibrierung, indem du deine Vorhersagen verfolgst

Ordne deinen Vorhersagen explizite Wahrscheinlichkeitsschätzungen zu und verfolge, ob sie mit der richtigen Rate eintreffen.

Why it works

Kalibrierung – die Übereinstimmung zwischen angegebener Zuversicht und tatsächlicher Genauigkeit – ist eine erlernbare Fähigkeit. Menschen, die ihre Vorhersagen über die Zeit verfolgen und beobachten, wie oft zu 70 % zuversichtliche Behauptungen tatsächlich eintreffen, entwickeln Rückkopplungsschleifen, die systematische Über- oder Unterzuversicht korrigieren. Ohne diese Rückkopplung bleibt das durch anschauliche Information erzeugte Zuversichtsgefühl unkorrigiert.

How to do it

  1. Ordne jeder Vorhersage, die du triffst, eine Prozent-Wahrscheinlichkeit zu: „Ich denke, es gibt eine 70%ige Chance, dass X passiert.“
  2. Notiere die Vorhersage und das Ergebnis.
  3. Prüfe nach 20–30 Vorhersagen deine Kalibrierung: treffen deine 70%-Vorhersagen etwa 70 % der Zeit ein?

Evidenz

Kalibrierungsforschung (einschließlich der Arbeit zu Superforecastern von Tetlock) zeigt, dass das Verfolgen von Vorhersagen mit expliziten Wahrscheinlichkeiten die Genauigkeit über die Zeit durch rückkopplungsgetriebene Fehlerkorrektur signifikant verbessert. (observational)

Quellen

  • Tetlock & Gardner (2015), Superforecasting — calibration training and improvement across thousands of predictions

Häufiger Fehler

Vage Wahrscheinlichkeiten zuzuordnen („ziemlich wahrscheinlich“) statt konkreter Zahlen, was sinnvolle Kalibrierungsprüfungen verhindert, weil die Vorhersage nicht falsifizierbar ist.

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