Bestimme immer den Nenner, wenn du Risiko oder Erfolg bewertest

Wenn eine Zahl oder Geschichte auffällig ist, frage: „Von wie vielen Fällen insgesamt?“

Why it works

Nenner-Blindheit ist das Versäumnis, die Grundgesamtheit zu berücksichtigen, wenn eine Häufigkeit bewertet wird. Von fünf Startup-Erfolgen zu hören sagt nichts über Erfolgsraten aus, ohne den Nenner zu kennen – ob er 50 oder 5.000 ist, ergibt radikal unterschiedliche Schlüsse. Die Anschaulichkeit des Zählers (die fünf Erfolgsgeschichten) unterdrückt die Suche nach dem Nenner, wo die Basisrate lebt.

How to do it

  1. Frage sofort, wenn du eine Häufigkeit oder Zahl hörst („fünf Unternehmen waren erfolgreich“): „Von wie vielen insgesamt?“
  2. Drücke die Daten als Rate aus (5/500 = 1 %), nicht als Anzahl.
  3. Achte auf Überlebendenverzerrung: siehst du nur die Fälle, die gemeldet wurden, weil sie bemerkenswert waren?

Evidenz

Vernachlässigung der Fallzahl und Nenner-Blindheit sind in der Risikokommunikationsforschung und im öffentlichen Gesundheitswesen gut dokumentiert, wo die Darstellung absoluter Zahlen ohne Nenner systematisch die wahrgenommene Gefahr verfälscht. (observational)

Quellen

Häufiger Fehler

Den Nenner nur zu suchen, wenn der Zähler alarmierend erscheint – derselbe Fehler gilt auch, wenn der Zähler beruhigend wirkt („nur 10 gemeldete Nebenwirkungen“).

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