Kognitive Verzerrungen erkennen

Lernen Sie die wiederkehrenden Denkfehler — Katastrophisieren, Alles-oder-nichts-Denken, Gedankenlesen —, um sie sofort zu erkennen.

Why it works

Verzerrte Gedanken teilen eine kleine Anzahl wiederkehrender Formen. Das Muster zu benennen („das ist Katastrophisieren“) schafft eine metakognitive Distanz zwischen Ihnen und dem Gedanken, sodass Sie ihn als eine Instanz eines bekannten Fehlers behandeln statt als Wahrheit. Das Etikett selbst verringert die automatische Glaubwürdigkeit des Gedankens.

How to do it

  1. Lernen Sie die häufigen Verzerrungen: Alles-oder-nichts, Katastrophisieren, Gedankenlesen, Übergeneralisieren, emotionale Beweisführung.
  2. Fragen Sie sich bei Aufregung, welche Form Ihr Gedanke annimmt.
  3. Benennen Sie es explizit — „Ich lese gerade Gedanken.“
  4. Fragen Sie dann, wie eine genauere Lesart der Situation aussehen würde.

Evidenz

Das Erkennen von Verzerrungen ist grundlegend für das kognitive Modell, das der KVT zugrunde liegt, deren Gesamtwirksamkeit gut etabliert ist. Der Benennungsschritt ist eine anerkannte klinische Technik innerhalb dieses Modells. (clinical)

Etiketten sind ein Werkzeug, keine Diagnose des Charakters. Werden sie genutzt, um jedes Gefühl zu unterdrücken, können sie zu einem Weg werden, echte Sorgen zu entwerten.

Häufiger Fehler

„Das ist doch nur eine Verzerrung“ zu sagen, um jeden unangenehmen Gedanken zu unterdrücken, einschließlich zutreffender. Manche Ängste sind realistisch; es geht darum zu prüfen, nicht abzutun.

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