Einen ausgewogenen Alternativgedanken entwickeln

Den verzerrten Gedanken durch einen akkurateren ersetzen – nicht durch einen falsch positiven.

Why it works

Das Ziel kognitiver Umstrukturierung ist Genauigkeit, nicht Optimismus. Ein erzwungener positiver Ersatz («Ich werde definitiv erfolgreich sein»), dem die Person nicht glaubt, wird schnell abgelehnt, weil er mit der internen Erfahrung konfligiert. Ein ausgewogener Alternativgedanke hält beides – die tatsächliche Schwierigkeit und die Evidenz dagegen.

How to do it

  1. Den Alternativgedanken aus der Evidenzprüfung ableiten, nicht erfinden.
  2. Den Gedanken so formulieren, dass er glaubwürdig ist: «Manchmal scheitere ich, aber ich lerne auch.»
  3. Überprüfen: Würde man einer guten Freundin diesen Gedanken geben?
  4. Den Gedanken aufschreiben und laut sagen, um seine emotionale Wirkung zu testen.

Evidenz

Ausgewogene Alternativgedanken sind der Kernoutput der KVT-Umstrukturierung; ihre Entwicklung ist in Behandlungsprotokollen mit starker Evidenz für Angst und Depression verankert. (clinical)

Der Erfolg hängt von der Qualität des Alternativgedankens ab; vage oder unglaubwürdige Alternativen helfen nicht.

Quellen

Häufiger Fehler

Einen positiven Gedanken zu wählen, der erzwungen klingt. Der Test: Fühlt sich der Gedanke wahr an, wenn die Evidenz betrachtet wird?

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