Design Thinking, Schritt für Schritt
Die fünf Phasen, der Mechanismus dahinter, und wo der Prozess tatsächlich hilft
Was sind die Phasen von Design Thinking?
Design Thinking ist ein fünfstufiges Problemlösungsrahmenwerk – Verstehen, Definieren, Ideenfindung, Prototyping, Testen –, populär gemacht von IDEO und der Stanford d.school. Es ist ein Prozessmodell, keine geprüfte Intervention: Sein Wert kommt daher, dass man gezwungen wird, die Nutzerin oder den Nutzer zu verstehen, bevor man sich auf eine Lösung festlegt, und günstig durch Prototypen zu lernen statt teure Wetten einzugehen.
Design Thinking ist beliebt, weil es dem Standard-Fehlschlag beim Problemlösen entgegenwirkt: zu einer Lösung zu springen, bevor man das Problem versteht. Es ist ein Rahmenwerk, keine klinische Behandlung, daher ist die ehrliche Einschätzung mechanistisch – jede Phase wirkt, indem sie einer spezifischen kognitiven Verzerrung entgegenwirkt. Unten stehen die fünf Phasen mit dem Hebel, der jede nützlich macht.
Übungen
- Verstehen – zuerst die Nutzerin oder den Nutzer verstehen
Beobachte und befrage die Menschen, für die du gestaltest, bevor du irgendeine Lösung formst.
- Definieren – das richtige Problem einrahmen
Fasse deine Recherche in eine einzige, präzise Problemstellung zusammen, bevor du löst.
- Ideenfindung – Optionen generieren, bevor man urteilt
Erzeuge viele Kandidatenlösungen und verschiebe die Bewertung, bis du genug Menge hast.
- Prototyping – günstig und real bauen
Baue die grobstmögliche Version, die dich etwas Konkretes lernen lässt.
- Testen – Nutzerinnen und Nutzer es zerlegen lassen
Stelle den Prototyp echten Nutzerinnen und Nutzern vor und behandle ihre Verwirrung als Daten.
- Iterieren – die Phasen als Kreislauf behandeln, nicht als Linie
Kehre zu früheren Phasen zurück, wenn das Testen zeigt, dass du das falsche Problem eingerahmt hast.