Definieren – das richtige Problem einrahmen

Fasse deine Recherche in eine einzige, präzise Problemstellung zusammen, bevor du löst.

Why it works

Wie ein Problem eingerahmt wird, bestimmt den Lösungsraum, den man überhaupt sehen kann. Ein vager Auftrag („die App verbessern“) hält jede Option offen und ist daher nutzlos; eine Standpunkt-Aussage („vielbeschäftigte Eltern brauchen einen schnelleren Weg zu X, weil Y“) verengt die Aufmerksamkeit auf ein lösbares Ziel. Umrahmung ist der Hebel – die meisten schlechten Lösungen sind Antworten auf die falsche Frage.

How to do it

  1. Bündle deine Beobachtungen in Themen und wähle das Nutzerbedürfnis, das wiederkehrt.
  2. Schreibe eine Standpunkt-Aussage: [Nutzer] braucht [Bedürfnis], weil [überraschende Einsicht].
  3. Verwandle sie in eine „Wie könnten wir…“-Frage, die weder zu breit noch zu eng ist.

Evidenz

Mechanistisch. Forschung zur Problem-Rahmung zeigt, dass die anfängliche Rahmung die betrachteten Lösungen stark einschränkt; Expertinnen und Experten verbringen überproportional viel Zeit damit, das Problem zu definieren, bevor sie es lösen. (mechanistic)

Die spezifische „Wie könnten wir“-Formulierung ist Praktikerkonvention; der zugrundeliegende Punkt ist, dass Rahmung die Antwort formt.

Häufiger Fehler

Die Problemstellung mit bereits eingebauter Lösung zu schreiben („Nutzer brauchen unseren neuen Button“), was das divergente Denken der nächsten Phase verhindert.

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