Werden Sie sich zuerst Ihrer eigenen emotionalen Reaktionen bewusst
Ein Elternteil, das von der Not seines Kindes überflutet wird, kann sie nicht coachen — Selbstbewusstsein ist die Voraussetzung.
Why it works
Emotionsansteckung bedeutet, dass ein Elternteil, das über das Weinen eines Kindes ängstlich oder gereizt ist, diese Erregung an das Kind zurückgibt und die Not verstärkt statt reguliert. Selbstbewusstsein unterbricht diese Übertragung: Ein Elternteil, das die eigene Ungeduld erkennt, kann bewusst zu Neugier wechseln, bevor es reagiert. Gottmans Forschung fand, dass die eigene emotionale Intelligenz der Eltern vorhersagte, wie geschickt sie ihre Kinder coachten, was elterliche Selbstregulation zur Variable erster Ordnung macht.
How to do it
- Bemerken Sie das Signal Ihres Körpers, wenn Ihr Kind zusammenbricht — Anspannung, Gereiztheit oder den Drang zu fixen —, bevor Sie reagieren.
- Benennen Sie die Reaktion für sich selbst: „Ich bin gerade frustriert“ verschafft Ihnen eine Pause vor dem Sprechen.
- Setzen Sie sich eine persönliche Regel: Sprechen Sie erst, wenn Ihre eigene Erregung unter den Punkt gesunken ist, an dem Sie eine Entscheidung treffen würden, die Sie bereuen würden.
Evidenz
Gottmans Meta-Emotions-Forschung fand, dass die emotionale Philosophie der Eltern (wie sie über Gefühle denken) sowohl ihr Coaching-Verhalten als auch die emotionalen Ergebnisse ihrer Kinder vorhersagte. (observational)
Beobachtend und längsschnittlich; Kausalität wird aus prospektiver Assoziation abgeleitet, nicht aus randomisierter Manipulation des elterlichen emotionalen Bewusstseins.
Quellen
- Gottman, J. M., Katz, L. F., & Hooven, C. (1996). Parental meta-emotion philosophy and the emotional life of families. Journal of Family Psychology, 10(3), 243–268.
- Rutherford, H. J. V., Wallace, N. S., Laurent, H. K., & Mayes, L. C. (2015). Emotion regulation in parenthood. Developmental Review, 36, 1–14.
- Havighurst, S. S., Wilson, K. R., Harley, A. E., Prior, M. R., & Kehoe, C. (2010). Tuning in to Kids: improving emotion socialization practices in parents of preschool children — findings from a community trial. Journal of Child Psychology and Psychiatry, 51(12), 1342–1350.
Häufiger Fehler
Direkt zu Coaching-Techniken überzugehen, ohne die eigene Dysregulation des Elternteils zu adressieren — was bedeutet, dass das „Coaching“ als dünn getarnte Gereiztheit herauskommt.
Übe das mit IX Coach
More practices for Emotionscoaching (John Gottman)
- Behandeln Sie den emotionalen Moment als Lerngelegenheit
Verlangsamen Sie, wenn Ihr Kind aufgebracht ist, statt auf eine Lösung zuzueilen.
- Hören Sie empathisch zu und validieren Sie das Gefühl
Spiegeln Sie die Emotion, die Sie sehen, genau, bevor Sie irgendetwas anderes tun.
- Helfen Sie dem Kind, die Emotion mit Worten zu benennen
Das Benennen des Gefühls macht aus einer Körperempfindung etwas, worüber das Kind nachdenken kann.
- Setzen Sie Grenzen für Verhalten und akzeptieren Sie zugleich das Gefühl
Alle Gefühle sind akzeptabel; nicht alle Verhaltensweisen sind es — halten Sie beides gleichzeitig.
- Lösen Sie Probleme gemeinsam, sobald das Kind ruhig ist
Laden Sie das Kind ein, nach dem emotionalen Sturm gemeinsam mit Ihnen eine Lösung zu finden.
- Üben Sie Emotionscoaching in Momenten mit niedrigem Einsatz
Bauen Sie die Fähigkeit in kleinen Momenten auf, damit sie in den großen verfügbar ist.
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