Hören Sie empathisch zu und validieren Sie das Gefühl
Spiegeln Sie die Emotion, die Sie sehen, genau, bevor Sie irgendetwas anderes tun.
Why it works
Genaue empathische Spiegelung aktiviert im Kind das Gefühl, verstanden zu werden, was direkt das Alarmsignal der Amygdala reduziert. Das Nervensystem des Kindes wird teilweise durch die Nähe einer abgestimmten Bezugsperson reguliert — Ko-Regulation, im Polyvagal-Sinn. Validierung bedeutet nicht, der Forderung zuzustimmen; sie bedeutet zu bestätigen, dass die emotionale Erfahrung real und nachvollziehbar ist, was die einzige Voraussetzung dafür ist, dass das Kind irgendetwas anderes hören kann.
How to do it
- Knien oder setzen Sie sich, sodass Sie auf Augenhöhe des Kindes sind, und halten Sie sanften Augenkontakt.
- Benennen Sie die Emotion, die Sie beobachten: „Du siehst wirklich enttäuscht aus.“ Nutzen Sie unsichere Sprache, wenn Sie sich nicht sicher sind: „Fühlst du dich frustriert?“
- Widerstehen Sie dem Drang zu lösen, zu korrigieren oder zu minimieren, bis das Kind Zeichen zeigt, sich gehört zu fühlen (ein Nicken, eine Wiederholung dessen, was Sie sagten, ein weicher werdender Körper).
Evidenz
Ko-Regulation durch eine abgestimmte erwachsene Person ist durch Bindungs- und Polyvagalforschung gut gestützt; Validierung als Voraussetzung für die emotionale Verarbeitung von Kindern ist ein Eckpfeiler klinischer Elterntrainingsprogramme. (clinical)
Die Polyvagal-Erklärung der Ko-Regulation ist einflussreich, aber theoretisch noch umstritten; die klinische Evidenz, dass empathisches Reagieren die Ergebnisse bei Kindern verbessert, ist über mehrere Elterntrainingsprogramme hinweg robust.
Quellen
- Porges, S. W. (2011). The Polyvagal Theory. Norton.
- Morris, A. S., Silk, J. S., Steinberg, L., Myers, S. S., & Robinson, L. R. (2007). The role of the family context in the development of emotion regulation. Social Development, 16(2), 361–388.
- Havighurst, S. S., Wilson, K. R., Harley, A. E., Prior, M. R., & Kehoe, C. (2010). Tuning in to Kids: improving emotion socialization practices in parents of preschool children — findings from a community trial. Journal of Child Psychology and Psychiatry, 51(12), 1342–1350.
Häufiger Fehler
Die falsche Emotion zu benennen („du bist einfach müde“), was das Kind noch missverstandener fühlen lässt, nicht weniger — besser zu fragen als falsch zu benennen.
Übe das mit IX Coach
More practices for Emotionscoaching (John Gottman)
- Werden Sie sich zuerst Ihrer eigenen emotionalen Reaktionen bewusst
Ein Elternteil, das von der Not seines Kindes überflutet wird, kann sie nicht coachen — Selbstbewusstsein ist die Voraussetzung.
- Behandeln Sie den emotionalen Moment als Lerngelegenheit
Verlangsamen Sie, wenn Ihr Kind aufgebracht ist, statt auf eine Lösung zuzueilen.
- Helfen Sie dem Kind, die Emotion mit Worten zu benennen
Das Benennen des Gefühls macht aus einer Körperempfindung etwas, worüber das Kind nachdenken kann.
- Setzen Sie Grenzen für Verhalten und akzeptieren Sie zugleich das Gefühl
Alle Gefühle sind akzeptabel; nicht alle Verhaltensweisen sind es — halten Sie beides gleichzeitig.
- Lösen Sie Probleme gemeinsam, sobald das Kind ruhig ist
Laden Sie das Kind ein, nach dem emotionalen Sturm gemeinsam mit Ihnen eine Lösung zu finden.
- Üben Sie Emotionscoaching in Momenten mit niedrigem Einsatz
Bauen Sie die Fähigkeit in kleinen Momenten auf, damit sie in den großen verfügbar ist.
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