Benennen Sie die Geschichte, die Ihr Geist erzählt

Erkennen Sie die Erzählung, die Ihre Emotionen abspielen — die „ich bin nicht gut genug“- oder „niemand kümmert sich“-Geschichte —, damit sie Sie nicht steuern kann.

Why it works

Der Geist erzeugt Erzählungen, um Ereignisse zu erklären und vorherzusagen; manche davon werden hartnäckige, gut eingeübte Geschichten, die in bestimmten Situationen zuverlässig auftauchen. Eine Geschichte als Geschichte zu erkennen — nicht als aktuelle Realität — reduziert ihre Autorität, ohne dass Sie beweisen müssen, dass sie falsch ist. Was unsichtbar war (eine Hintergrundannahme) wird sichtbar und damit wählbar.

How to do it

  1. Bemerken Sie, wenn eine wiederkehrende Erzählung läuft: „Das ist die Geschichte, in der ich versage“, „Das ist die Geschichte, in der ich allein bin.“
  2. Geben Sie der Geschichte einen Namen, der eher ironisch als selbstkritisch ist: „Ah, die Katastrophengeschichte wieder.“
  3. Fragen Sie: Hilft mir diese Geschichte gerade, oder ist es eine Gewohnheit aus einem früheren Kontext?
  4. Sie müssen sie nicht glauben oder nicht glauben — beachten Sie nur, dass es eine Geschichte ist.

Evidenz

Geschichten-Benennung ist eine Form kognitiver Defusion. Der breitere Befund, dass Distanz zu selbstbezogenen Gedanken deren Kontrolle reduziert, wird durch Defusions- und narrative Therapieforschung gestützt. Das konkrete Benennen ist ein praktisches Lehrmittel, keine eigenständig untersuchte Intervention. (mechanistic)

Benennen kann eine Art werden, wichtige in der Geschichte kodierte Information abzutun. Das Ziel ist Neutralität gegenüber der Geschichte, nicht Verachtung für sie.

Häufiger Fehler

Den Namen zu nutzen, um das zugrunde liegende Anliegen abzutun — „da ist wieder meine Katastrophengeschichte“, herablassend gesagt —, was das Signal übersieht, das die Geschichte trägt.

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