Benennen Sie die Geschichte, die Ihr Geist erzählt
Erkennen Sie die Erzählung, die Ihre Emotionen abspielen — die „ich bin nicht gut genug“- oder „niemand kümmert sich“-Geschichte —, damit sie Sie nicht steuern kann.
Why it works
Der Geist erzeugt Erzählungen, um Ereignisse zu erklären und vorherzusagen; manche davon werden hartnäckige, gut eingeübte Geschichten, die in bestimmten Situationen zuverlässig auftauchen. Eine Geschichte als Geschichte zu erkennen — nicht als aktuelle Realität — reduziert ihre Autorität, ohne dass Sie beweisen müssen, dass sie falsch ist. Was unsichtbar war (eine Hintergrundannahme) wird sichtbar und damit wählbar.
How to do it
- Bemerken Sie, wenn eine wiederkehrende Erzählung läuft: „Das ist die Geschichte, in der ich versage“, „Das ist die Geschichte, in der ich allein bin.“
- Geben Sie der Geschichte einen Namen, der eher ironisch als selbstkritisch ist: „Ah, die Katastrophengeschichte wieder.“
- Fragen Sie: Hilft mir diese Geschichte gerade, oder ist es eine Gewohnheit aus einem früheren Kontext?
- Sie müssen sie nicht glauben oder nicht glauben — beachten Sie nur, dass es eine Geschichte ist.
Evidenz
Geschichten-Benennung ist eine Form kognitiver Defusion. Der breitere Befund, dass Distanz zu selbstbezogenen Gedanken deren Kontrolle reduziert, wird durch Defusions- und narrative Therapieforschung gestützt. Das konkrete Benennen ist ein praktisches Lehrmittel, keine eigenständig untersuchte Intervention. (mechanistic)
Benennen kann eine Art werden, wichtige in der Geschichte kodierte Information abzutun. Das Ziel ist Neutralität gegenüber der Geschichte, nicht Verachtung für sie.
Häufiger Fehler
Den Namen zu nutzen, um das zugrunde liegende Anliegen abzutun — „da ist wieder meine Katastrophengeschichte“, herablassend gesagt —, was das Signal übersieht, das die Geschichte trägt.
Übe das mit IX Coach
More practices for Emotionale Beweglichkeit in der Praxis
- Zeigen Sie sich — wenden Sie sich schwierigen Emotionen zu
Begegnen Sie schwierigen Gefühlen mit Neugier, statt sie zu unterdrücken, zu vermeiden oder sich von ihnen mitreißen zu lassen.
- Treten Sie heraus — defusionieren Sie sich von Gedanken und Gefühlen
Schaffen Sie genug Abstand, um Ihre Emotionen als Daten zu sehen, nicht als Befehle oder als sich selbst.
- Gehen Sie Ihr Warum — handeln Sie aus Werten, nicht aus Stimmung
Wählen Sie Ihre Reaktion basierend auf dem, was Ihnen wichtig ist, nicht auf dem, was die Emotion fordert.
- Machen Sie winzige Anpassungen, keine heroischen Sprünge
Verändern Sie Verhalten, indem Sie die kleinste Handlung in Richtung Ihrer Werte anpassen — nicht, indem Sie warten, bis Sie sich bereit fühlen.
- Stellen Sie die Funktionalitätsfrage
Fragen Sie „funktioniert, was ich tue?“ — nicht „ist es richtig?“, sondern ob es Sie zum Leben bewegt, das Sie wollen.
- Entwickeln Sie emotionalen Mut
Wählen Sie Unbehagen bewusst, wenn der werteorientierte Weg schwieriger ist — Mut ist eine Praxis, keine Eigenschaft.
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