Stellen Sie die Funktionalitätsfrage

Fragen Sie „funktioniert, was ich tue?“ — nicht „ist es richtig?“, sondern ob es Sie zum Leben bewegt, das Sie wollen.

Why it works

Die Funktionalitätsfrage umgeht die Falle, darüber zu streiten, ob eine Bewältigungsstrategie korrekt, angemessen oder gerechtfertigt ist — ein Kampf, den der emotionale Verstand oft gut gewinnen kann. Sie stellt stattdessen eine pragmatische Frage: Hilft das tatsächlich? Sie mobilisiert die eigene Handlungsfähigkeit und Ehrlichkeit der Person statt äußeres Urteil zu erfordern, und wendet denselben Maßstab sowohl auf Emotionen (funktioniert diese Reaktion?) als auch auf Verhalten (funktioniert diese Bewältigungsstrategie?) an.

How to do it

  1. Bemerken Sie eine wiederkehrende Reaktion auf Belastung und fragen Sie: Funktioniert das? Bewegt es mich zum Leben, das ich will?
  2. Wenden Sie es auf Verhalten an: „Funktioniert es, dieses Gespräch zu vermeiden?“ ebenso wie auf Emotionen: „Dient mir diese Schuld?“
  3. Seien Sie ehrlich — die Antwort ist nur dann ja, wenn sich die Lebensrichtung tatsächlich verbessert, nicht nur, wenn das Unbehagen vorübergehend nachlässt.
  4. Ist die Antwort nein, fragen Sie: Was könnte besser funktionieren?

Evidenz

Der Funktionalitätsrahmen ist zentral für ACTs funktionalen Kontextualismus — Verhalten nach seiner Funktion zu bewerten (dient es einem wertegeleiteten Leben?), nicht nach seiner Form. Dieser Ansatz hat Unterstützung aus der Evidenzbasis von ACT über mehrere klinische Populationen hinweg. (clinical)

Funktionalität ist ein nützlicher Rahmen, erfordert aber Ehrlichkeit darüber, was „funktionieren“ bedeutet. Kurzfristige Erleichterung und langfristige wertegeleitete Bewegung können sich widersprechen.

Häufiger Fehler

„Funktionieren“ mit „sich gerade besser fühlen“ gleichzusetzen — kurzfristige Erleichterung und langfristige Funktionalität können in entgegengesetzte Richtungen zeigen, und die Frage bezieht sich auf Letzteres.

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