Dankbarkeit nutzen, um das Laufband zu verlangsamen

Bewusst wahrzunehmen, was man hat, wirkt der Adaption entgegen, die es unsichtbar macht.

Why it works

Adaption funktioniert, indem sie das Gegenwärtige normal und damit unbemerkt macht. Dankbarkeitspraxis nimmt bewusst wieder wahr, was bereits in den Hintergrund verblasst ist, und stellt einen Teil der Zufriedenheit wieder her, die Adaption entzieht. Sie verschiebt die Aufmerksamkeit von der Lücke (was fehlt) zum Bestand (was da ist), wo Zufriedenheit tatsächlich lebt.

How to do it

  1. Benenne regelmäßig ein paar konkrete Dinge, die du bereits hast und nicht mehr bemerkst.
  2. Mach mindestens eines davon zu etwas, das du dir einst gewünscht hast und jetzt als selbstverständlich nimmst.
  3. Tu es kurz und häufig statt lang und selten – Häufigkeit ist der wirksame Bestandteil.

Evidenz

Dankbarkeitspraxis gehört zu den besser gestützten Wohlbefindensinterventionen: Emmons' und McCulloughs RCT fand, dass regelmäßige Dankbarkeitsübungen das Wohlbefinden verbesserten, und Dankbarkeit wird gezielt als Gegenmittel gegen hedonische Adaption theoretisiert. (rct)

Die Effekte sind real, aber moderat, und erzwungene oder floskelhafte Dankbarkeit kann sich hohl anfühlen; Spezifität und Echtheit sind entscheidend.

Quellen

  • Emmons & McCullough (2003), "Counting Blessings Versus Burdens", J. Personality & Social Psychology

Häufiger Fehler

Dankbarkeit als vage, sich wiederholende Liste praktizieren, die genau wie alles andere zu Hintergrundrauschen wird, statt tatsächlich wieder wahrzunehmen.

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