Vor der Zustimmung zu einem Eindruck innehalten

Wenn ein lebhafter Eindruck trifft, sag 'du bist nur ein Eindruck', bevor du ihn glaubst.

Why it works

Epiktet lehrt eine Lücke zwischen dem Eindruck (der rohen Erscheinung – 'das ist furchtbar') und deiner Zustimmung (dem Zustimmen, dass es wahr ist). Die Emotion folgt der Zustimmung, nicht dem Eindruck, also lässt eine eingefügte Pause dich die Erscheinung prüfen und eine falsche zurückweisen. 'Prüfe und unterscheide', bevor du zustimmst – in dieser Lücke liegt Freiheit.

How to do it

  1. Wenn ein starker Eindruck ankommt, benenne ihn: 'du bist ein Eindruck, nicht das, was du zu sein behauptest'.
  2. Frage, ob er etwas betrifft, das in deiner Macht liegt, und ob der alarmierende Teil Fakt oder Urteil ist.
  3. Halte die Zustimmung zurück, bis du ihn geprüft hast; stimme dann zu oder nicht, bewusst.

Evidenz

Dies ist der ausdrückliche Vorläufer der kognitiven Umstrukturierung in der KVT – einen automatischen Gedanken abfangen, ihn prüfen und wählen, ob man ihn glaubt. Es entspricht auch dem untersuchten Nutzen, eine Pause zwischen Reiz und Reaktion einzufügen. (clinical)

Gestützt über die gut belegte KVT-Technik, die es vorwegnimmt, nicht als Epiktets Wortlaut an sich. Der Mechanismus ist real; die Formulierung ist philosophisch.

Quellen

Häufiger Fehler

Versuchen, den Eindruck zu unterdrücken, statt ihn zu prüfen. Der Schritt ist nicht 'hab den Gedanken nicht' – es ist 'glaub ihn nicht automatisch'.

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