Die Meinungen anderer über dich loslassen
Die Verachtung eines anderen ist dessen Urteil, nicht deine Angelegenheit; nur dein eigenes Verhalten ist deine Sache.
Why it works
Epiktet weist darauf hin, dass die Meinungen anderer Menschen fest in der Spalte 'nicht in unserer Macht' stehen, sodass es ein garantierter Verlust ist, seinen Frieden darauf zu setzen. Er rät sogar, Kritik zu begrüßen: Wenn sie wahr ist, behebe es; wenn falsch, kostet sie dich nichts. Das trennt deine Gelassenheit von einer Variable – der Zustimmung anderer –, die du nie vollständig kontrollieren kannst.
How to do it
- Wenn dich die Meinung von jemandem sticht, bemerke, dass sein Urteil in seiner Macht liegt, nicht deiner.
- Frage, ob die Kritik zutreffend ist; wenn ja, nutze sie, wenn nicht, lass sie vorbeiziehen.
- Lenke deine Aufmerksamkeit zurück auf dein eigenes Verhalten, das einzige Urteil, das dir zusteht.
Evidenz
Bezieht sich auf Forschung, die kontingentes Selbstwertgefühl (Selbstwert auf Zustimmung anderer gründen) mit größerem Leid verbindet, und auf Defusionstechniken, die den Griff der Bewertungen anderer lockern. Die stoische Rahmung geht diesen voraus und läuft parallel dazu. (observational)
Die Verbindung zu kontingentem Selbstwert ist untersucht; die spezifische stoische Praxis ist philosophisch. Totale Gleichgültigkeit gegenüber jedem Feedback ist ihr eigenes Fehlermuster – Epiktet behält den Teil bei, in dem wahre Kritik genutzt wird.
Häufiger Fehler
Ins 'mir ist egal, was irgendjemand denkt' abkippen und zutreffendes Feedback ignorieren. Die Fähigkeit ist, wahre Kritik zu nutzen und nur den Teil loszulassen, den du nicht kontrollieren kannst – ihre Zustimmung.
Übe das mit IX Coach
More practices for Das Enchiridion, als Handbuch
- Sortiere, was in deiner Macht liegt
Epiktets erster und zentraler Schachzug: Teile alles in das, was in deiner Macht liegt, und das, was es nicht ist.
- Vor der Zustimmung zu einem Eindruck innehalten
Wenn ein lebhafter Eindruck trifft, sag 'du bist nur ein Eindruck', bevor du ihn glaubst.
- Nicht die Dinge sind es, die uns stören
'Menschen werden nicht durch die Dinge gestört, sondern durch ihre Urteile über die Dinge.'
- Spiele deine Rolle gut
Du bist Schauspieler in einem Stück, dessen Rolle zugeteilt ist; deine einzige Aufgabe ist, sie gut zu spielen.
- Verlangen und Abneigung disziplinieren
Wolle nur, was in deiner Macht liegt, und meide nur, was in deiner Macht liegt – dann kannst du nicht vereitelt werden.
- Handle mit dem Vorbehaltsklausel
Verpflichte dich voll deinem Plan, aber füge 'wenn das Schicksal es erlaubt' hinzu – damit ein blockiertes Ergebnis dich nicht bricht.
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