Vertrauens-Genauigkeits-Lücke verfolgen

Nach jedem Test die Lücke zwischen deinem vorhergesagten und tatsächlichen Ergebnis berechnen und festhalten.

Why it works

Das Feeling of Knowing ist ein kontinuierliches Signal, kein binäres; es kann kalibriert werden. Durch wiederholten Vergleich von vorhergesagter Leistung (Vertrauen vor dem Test) mit tatsächlicher Leistung (Ergebnis nach dem Test) erhalten Lernende direktes Feedback darüber, wie sehr ihr FOK die Realität aufbläht. Die über Sitzungen hinweg verfolgte Lücke zeigt, ob sich die Kalibrierung verbessert und welche Themen die größten FOK-Illusionen erzeugen.

How to do it

  1. Vor jedem Quiz oder jeder Abrufsitzung das eigene Ergebnis als Prozentsatz vorhersagen.
  2. Den Test absolvieren, ehrlich bewerten.
  3. Vorhergesagtes Ergebnis, tatsächliches Ergebnis und die Lücke in einem Lernprotokoll festhalten.
  4. Nach drei bis fünf Sitzungen durchsehen: Welche Themen zeigen die größte systematische Überschätzung?

Evidenz

Kalibrierungsforschung in der pädagogischen Psychologie zeigt durchgehend, dass Lernende im Durchschnitt überzuversichtlich sind und dass explizites Kalibrierungsfeedback Selbstüberschätzung reduziert und die Zeitzuteilung beim Lernen verbessert. (observational)

Kalibrierungsverbesserung durch Feedback ist real, aber allmählich; sie eliminiert Selbstüberschätzung nicht, und die Vorteile für die tatsächliche Leistung (im Gegensatz zur Kalibrierungsgenauigkeit) sind variabler.

Quellen

Häufiger Fehler

Die Leistung erst vorhersagen, nachdem man das Material gesehen hat, statt vor dem Test – das kontaminiert das Vorab-Vertrauen mit Reizexposition und verhindert ehrliche FOK-Kalibrierung.

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