Quellenüberwachung

Wenn du das Gefühl hast, etwas zu wissen, dich auch fragen, wo du es gelernt hast und wie kürzlich.

Why it works

FOK kann durch Vertrautheit mit dem Hinweisreiz getrieben sein, statt durch tatsächliche Kodierung der Antwort – das Wort sieht vertraut aus, weil es in einem gelesenen Absatz vorkam, nicht weil die Tatsache, auf die es sich bezieht, kodiert wurde. Quellenüberwachung – verfolgen, wann, wo und wie man auf Information gestoßen ist – reduziert diese vertrautheitsbasierte Aufblähung, indem sie den Lernenden zwingt, echte Kodierung von bloßer Exposition zu unterscheiden.

How to do it

  1. Bei einem Feeling of Knowing eine zweite Frage hinzufügen: „Wo habe ich das gelernt?“
  2. Kann man keine Quelle oder keinen Kontext benennen, das FOK mit zusätzlicher Skepsis behandeln.
  3. Nach Abruftests notieren, ob korrekte Abrufe klare Quellenerinnerungen hatten; falsche haben sie oft nicht.
  4. Beim Durchgehen neuen Materials bewusst Kontext kodieren: „Das habe ich in Kapitel 3 gelernt, aus dem Diagramm.“

Evidenz

Forschung zur Quellenüberwachung (Johnson, Hashtroudi & Lindsay, 1993) zeigt, dass Gedächtnis für Quelle sich vom Gedächtnis für Inhalt unterscheidet und dass vertrautheitsbasiertes FOK ohne Quelleninformation ein zuverlässiger Prädiktor für Abrufversagen ist. (observational)

Versagen der Quellenüberwachung nimmt mit dem Alter zu und wird von Kodierungsbedingungen beeinflusst; der Quellengedächtnis-Hinweis ist eine nützliche Heuristik, keine präzise Diagnostik.

Quellen

  • Johnson, Hashtroudi & Lindsay (1993), "Source monitoring," Psychological Bulletin

Häufiger Fehler

Vertrautheit mit dem Fragenstamm als Beleg dafür behandeln, dass man die Antwort weiß – eine Verwechslung zwischen dem Wiedererkennen des Hinweises und dem Wissen des Inhalts, auf den er sich bezieht.

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