Level und Progression
Die Gewohnheit in aufsteigende Level strukturieren, sodass jede Stufe wie Fortschritt wirkt.
Why it works
Progressionssysteme nutzen die Reaktion des Gehirns auf sichtbaren Fortschritt: ein Level zu schaffen liefert ein Gefühl von Kompetenz und ein klares nächstes Ziel. Das nutzt denselben Antrieb, den Spiele nutzen, um Spieler bei der Stange zu halten — Meisterschafts-Feedback — und passt zum menschlichen Bedürfnis, sich zunehmend fähig zu fühlen, was einer der beständigeren Motivatoren ist.
How to do it
- Zerlege die Gewohnheit in geordnete Stufen zunehmender Schwierigkeit oder Reichweite.
- Mach den Aufstieg von echter demonstrierter Fähigkeit abhängig, nicht nur von abgesessener Zeit.
- Verbinde jedes Level mit der zugrunde liegenden Fähigkeit, sodass Fortschritt echtes Wachstum widerspiegelt, keine willkürlichen Abzeichen.
Evidenz
Die Selbstbestimmungstheorie identifiziert Kompetenz (das Gefühl wachsender Meisterschaft) als Kerntreiber der Motivation, und Progressionsstrukturen, die echtes Kompetenz-Feedback liefern, unterstützen intrinsische Motivation eher, als sie zu untergraben. (observational)
Level helfen, wenn sie echte Meisterschaft signalisieren; willkürliche Level, die triviale Handlungen abriegeln, wirken hohl und verlieren ihren Zug, und können trotzdem in Belohnungsabhängigkeit abgleiten.
Quellen
- Ryan & Deci (2000), self-determination theory: competence as a basic psychological need, American Psychologist
- Ryan, R. M., & Deci, E. L. (2000). Self-determination theory and the facilitation of intrinsic motivation, social development, and well-being. American Psychologist, 55(1), 68-78.
- Deci, E. L., & Ryan, R. M. (1985). Intrinsic Motivation and Self-Determination in Human Behavior. New York: Plenum Press.
- Ryan, R. M., & Deci, E. L. (2020). Intrinsic and extrinsic motivation from a self-determination theory perspective: Definitions, theory, practices, and future directions. Contemporary Educational Psychology, 61, 101860.
Häufiger Fehler
Level um willkürliche Schwellenwerte herum zu gestalten ("mach es 50 Mal, um aufzusteigen"), die kein echtes Wachstum signalisieren, sodass Progression hergestellt statt verdient wirkt.
Übe das mit IX Coach
More practices for Gamification von Gewohnheiten
- Punkte- und Belohnungssysteme
Dir selbst Punkte für das Erledigen der Gewohnheit geben, einlösbar gegen echte Belohnungen.
- Quests und zeitlich begrenzte Herausforderungen
Eine Phase der Gewohnheit als definierte Quest mit Anfang, Ende und Ziel rahmen.
- Fortschrittsbalken und visueller Fortschritt
Fortschritt als sich füllenden Balken oder wachsendes Visuelles zeigen, sodass Vorankommen gefühlt wird, nicht nur gewusst.
- Ranglisten und sozialer Wettbewerb
Fortschritt mit anderen vergleichen, um wettbewerbsorientierten und sozialen Zug hinzuzufügen.
- Die Mechaniken zu intrinsischer Motivation hin ausklingen lassen
Spielmechaniken zum Starten nutzen, dann bewusst davon entwöhnen, während das Verhalten seine eigene Belohnung wird.