Liebende Güte dir selbst gegenüber

Beginne damit, die Wohlwollens-Wünsche nach innen zu richten — „Möge ich sicher, glücklich, gesund, gelassen sein.“

Why it works

Mit sich selbst zu beginnen wirkt dem harten inneren Kritiker entgegen, indem es bewusst eine freundliche, unterstützende innere Haltung einübt. Das überschneidet sich direkt mit Selbstmitgefühl: sich selbst mit der Wärme zu behandeln, die man einem Freund entgegenbringen würde — was in der Forschung mit weniger Selbstkritik und größerer emotionaler Widerstandsfähigkeit unter Stress und Scheitern verknüpft ist.

How to do it

  1. Richte die Sätze zuerst an dich selbst („Möge ich sicher sein …“), bevor du sie nach außen ausdehnst.
  2. Wenn selbstgerichtete Wärme sich schwer oder falsch anfühlt, ist das häufig — beginne mit einem Wunsch, den du meinen kannst, auch einem kleinen.
  3. Bemerke Widerstand oder Selbstkritik, ohne sie zu bewerten, und biete den Wunsch weiter sanft an.
  4. Verbringe hier wirklich Zeit, bevor du den Kreis erweiterst; das Selbst ist die Grundlage, keine Formalität.

Evidenz

Selbstmitgefühl ist ein einigermaßen gut erforschtes Konstrukt, das in der Forschung mit geringerer Angst und Depression sowie größerer Widerstandsfähigkeit verknüpft ist. Liebende Güte sich selbst gegenüber ist ein Weg dorthin, obwohl die spezifische selbstgerichtete Metta-Anleitung eine kleinere eigene Evidenzbasis hat. (observational)

Für manche Menschen, besonders mit hoher Selbstkritik oder Trauma, kann selbstgerichtete Wärme anfangs Unbehagen oder Gegenreaktion auslösen; gehe behutsam vor und suche Unterstützung, wenn es belastend ist.

Häufiger Fehler

Sich selbst auszulassen, weil es sich egoistisch oder unangenehm anfühlt, und direkt zu anderen überzugehen — was die härteste Beziehung (zu sich selbst) unberührt lässt.

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