Setze die Einschränkung: Welche Schlussfolgerungen würdest du nicht akzeptieren?

Definiere im Voraus, welche Schlussfolgerungen peinlich wären, und überwache dann, ob dein Denken davon wegsteuert.

Why it works

Kundas Modell spezifiziert, dass motiviertes Denken unter einer "subjektiven Gültigkeits"-Einschränkung operiert: Menschen akzeptieren nur Schlussfolgerungen, die sie sich selbst rechtfertigen können. Die gewünschte Schlussfolgerung explizit zu machen — besonders die Schlussfolgerungen, die dir peinlich wären, falls du sie erreichst — gibt dir einen Referenzpunkt, um zu bewerten, ob dein Denken gesteuert wird. Du baust im Wesentlichen einen inneren Wachhund, indem du benennst, wonach der Wachhund suchen soll.

How to do it

  1. Liste vor der Analyse einer Frage die zwei oder drei Schlussfolgerungen auf, die du am liebsten nicht erreichen würdest.
  2. Notiere sie und lege sie beiseite, während du die eigentliche Analyse machst.
  3. Prüfe nach dem Erreichen einer Schlussfolgerung: Ist das eine der peinlichen? Wenn ja, war dein Denken so rigoros, wie es sonst gewesen wäre?

Evidenz

Im Einklang mit Kundas Modell, das die subjektive Gültigkeitseinschränkung formal als Teil des Mechanismus motivierten Denkens berücksichtigt. (mechanistic)

Dies ist eine aus dem theoretischen Modell abgeleitete Heuristik, keine separat getestete Entzerrungstechnik.

Quellen

  • Kunda (1990), "The case for motivated reasoning," Psychological Bulletin

Häufiger Fehler

Die peinlichen Schlussfolgerungen erst nach der Analyse aufzulisten, wenn deine Erinnerung an den Denkprozess selektiv gefiltert wird, um objektiver zu wirken, als sie war.

Übe das mit IX Coach

Mit IX Coach starten

More practices for Motiviertes Denken

Verwandte Konzepte