Ratschläge mit Erlaubnis teilen (Fragen–Anbieten–Fragen)

Fragen, was die Person schon weiß, Informationen mit Zustimmung anbieten, dann fragen, wie es ankommt.

Why it works

Ungebetener Rat löst Reaktanz aus; erbetene oder erlaubte Information nicht. Ratschläge zwischen dem Fragen nach vorhandenem Wissen und dem Fragen nach der Wirkung einzubetten wahrt die Autonomie der Person und hält sie aktiv verarbeitend statt passiv abwehrend.

How to do it

  1. Erst fragen: „Was wissen Sie schon über…?" und „Wäre es okay, wenn ich etwas teile?"
  2. Neutral und knapp anbieten, ohne darauf zu bestehen, dass es auf die Person zutrifft.
  3. Fragen: „Was denken Sie darüber?" und der Antwort folgen.

Evidenz

Fragen–Anbieten–Fragen (Elicit–Provide–Elicit) ist die Standardmethode in MI, um Information zu geben, ohne die Motivation zu untergraben; es setzt das Autonomie-Prinzip um, das MI durchzieht. (clinical)

Etablierte klinische Praxis statt separat erprobter Technik; ihre Begründung stützt sich auf die Autonomie-/Reaktanz-Evidenz hinter MI insgesamt.

Häufiger Fehler

Den Erlaubnisschritt und die Abschlussfrage überspringen, was Fragen–Anbieten–Fragen wieder zu gewöhnlichem Ratschlaggeben werden lässt — und zu dessen gewöhnlichem Widerstand.

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