Ihr Leben in Kapiteln kartieren

Ihr Leben in benannte Kapitel unterteilen, um den Bogen zu sehen, den Sie gelebt haben.

Why it works

Narrative Gliederung — Erfahrung in Kapitel mit Namen und Themen zu organisieren — schafft narrative Distanz zur gelebten Erfahrung, die für die reflektierende Funktion nötig ist, die McAdams „autobiografisches Schließen" nennt. Ohne Gliederung bleibt Erfahrung ein Ereignisstrom. Mit ihr werden Muster und Wendepunkte sichtbar, was das Rohmaterial für Identitätsrevision ist.

How to do it

  1. Ihr Leben in 4–8 Kapitel unterteilen, basierend auf großen Übergängen, nicht Kalenderjahren. Jedes benennen.
  2. Für jedes Kapitel einen Absatz schreiben: worum es ging, sein vorherrschender Ton, und was es beendet hat.
  3. Den Bogen bemerken: Ist er insgesamt aufsteigend, absteigend, flach oder komplex? Wo sind die Wendepunkte?
  4. Identifizieren, in welchem Kapitel Sie sich gerade befinden und was Sie denken, dass es zum Inhalt hat.

Evidenz

McAdams' kapitelbasierte narrative Interviewmethode ist die Grundlage der Forschung zu narrativer Identität. Querschnittsstudien verknüpfen narrative Struktur mit Identitätsentwicklung und Generativität. Eine Meta-Analyse bestätigt, dass narrative Identität inkrementelle Vorhersagegültigkeit für Wohlbefinden über etablierte Persönlichkeitsmerkmale hinaus hinzufügt. (observational)

Die meisten Studien sind korrelativ — Menschen mit bestimmten Erzählstilen haben auch besseres Wohlbefinden, aber die Kausalitätsrichtung ist nicht bewiesen.

Quellen

Häufiger Fehler

Jedes Kapitel zu einer Krisen-und-Erholungs-Geschichte zu machen, weil sich das dramatisch anfühlt — der Punkt ist ehrliche Charakterisierung, auch wenn ein Kapitel wirklich gut oder wirklich flach war.

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