Bereich 5 – Erneuerte Wertschätzung des Lebens

Widrigkeit kann die Aufmerksamkeit für kleine Gutes schärfen und neu ordnen, was du als wichtig behandelst.

Why it works

Verlust unterbricht die hedonische Adaption – das Für-selbstverständlich-Halten, das das gewöhnliche Leben abstumpft. Fast verloren zu haben, oder tatsächlich verloren zu haben, was als dauerhaft angenommen wurde, gewichtet die kleinen täglichen Gutes neu, die zuvor unsichtbar waren. Das Wachstum ist ein neu kalibriertes Prioritätsgefühl und eine lebendigere Aufmerksamkeit für das, was bleibt.

How to do it

  1. Bemerke die gewöhnlichen Dinge, die die Erfahrung dich aufhören ließ, für selbstverständlich zu halten.
  2. Lass die neu geordneten Prioritäten tatsächlich ändern, wie du deine Zeit verbringst, nicht nur, wie du dich fühlst.
  3. Übe bewusst Aufmerksamkeit für kleine tägliche Gutes, damit die erneuerte Wertschätzung anhält.

Evidenz

„Wertschätzung des Lebens" ist ein PTGI-Bereich und verbindet sich mit Dankbarkeitsforschung, wo Aufmerksamkeit für das Gute mit verbessertem Wohlbefinden assoziiert ist. Das PTG-Maß ist beobachtend und selbstberichtet; die Dankbarkeitsverbindung hat stärkere experimentelle Unterstützung. (observational)

Jemandem in frischer Trauer zu sagen, „schätze, was du hast", ist schädlich. Diese Wertschätzung entsteht, wenn sie kommt, von innen über die Zeit – sie kann nicht verordnet werden.

Quellen

  • Post-Traumatic Growth Inventory — "appreciation of life" domain (Tedeschi & Calhoun)

Häufiger Fehler

Dankbarkeit als Pflicht mitten in akutem Schmerz zu erzwingen, was sich wie Verleugnung liest; erneuerte Wertschätzung entsteht später, von selbst.

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