Verstehen, was PTG ist – und was nicht

Wachstum aus dem Ringen mit Trauma ist real, aber nicht garantiert, nicht erforderlich und kein Silberstreif.

Why it works

PTG beschreibt Veränderung, die aus dem kognitiven Ringen mit Widrigkeit entsteht, nicht aus dem Ereignis selbst – es ist der Wiederaufbau von Annahmen, die durch Trauma zerschmettert wurden, der Wachstum hervorbringen kann, und der Wiederaufbau ist das Entscheidende, nicht die Wunde. Das akkurat zu halten verhindert die toxische Umkehrung, bei der Menschen glauben, versagt zu haben, wenn der Schmerz sie nicht „besser" gemacht hat.

How to do it

  1. Trenne das Trauma (nie gut) von der Möglichkeit des Wachstums im darauffolgenden Ringen.
  2. Lass jeden Zeitplan oder jede Verpflichtung fallen; Wachstum, das kommt, kommt langsam und ungleichmäßig.
  3. Lass Wachstum und Trauer koexistieren – keins disqualifiziert das andere.

Evidenz

PTG ist ein etabliertes Forschungskonstrukt, eingeführt von Tedeschi und Calhoun, gemessen durch das Post-Traumatic Growth Inventory in fünf Bereichen. Das Konstrukt und seine Messung sind gut dokumentiert; die Debatte darüber, wie viel berichtetes Wachstum echte Veränderung versus positive Neuinterpretation ist, hält an. (observational)

PTG ist beobachtend und teils selbstberichtet; manches gemessene „Wachstum" mag Bewältigungserzählungen statt objektiver Veränderung widerspiegeln. Es ist nie eine Rechtfertigung für oder ein erforderliches Ergebnis von Leiden.

Quellen

  • Tedeschi & Calhoun, Post-Traumatic Growth Inventory and the five-domain model

Häufiger Fehler

PTG als „alles passiert aus einem Grund" zu instrumentalisieren – jemanden (oder sich selbst) zu drängen, einen Silberstreif zu finden, was Scham auf Schmerz häuft.

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