Bereich 1 – Tiefere Beziehungen

Widrigkeit kann offenbaren, wer wirklich da ist, und die Fähigkeit zu Nähe und Mitgefühl vertiefen.

Why it works

Krise entkleidet soziale Interaktion von Verstellung: Sie legt offen, wer wirklich präsent ist, und öffnet oft eine Bereitschaft zur Verletzlichkeit, die der Alltag unterdrückt. Selbst Hilfe gebraucht zu haben kann auch das Mitgefühl für das Leiden anderer steigern. Das Wachstum liegt in den vertieften Bindungen und der erweiterten Empathie, die das gemeinsame Ringen möglich gemacht hat.

How to do it

  1. Bemerke, wer da war, und lass diese Beziehungen bewusst vertiefen.
  2. Erlaube dir, Unterstützung anzunehmen statt sie nur zu geben – Verletzlichkeit ist die Brücke.
  3. Lass deine eigene Erfahrung dein Mitgefühl für andere Ringende erweitern.

Evidenz

Sich zu anderen zu verhalten ist einer der fünf PTGI-Bereiche und gehört zu den häufiger berichteten. Die Evidenz ist beobachtend und selbstberichtet; sie beschreibt ein Muster, das viele erleben, kein versprechbares Ergebnis. (observational)

Widrigkeit belastet und beendet auch Beziehungen. Dieser Bereich beschreibt eine mögliche Richtung, keine garantierte; Isolation nach Trauma ist ebenfalls verbreitet.

Quellen

  • Post-Traumatic Growth Inventory — "relating to others" domain (Tedeschi & Calhoun)

Häufiger Fehler

Zu erwarten, dass alle sich der Situation gewachsen zeigen, und sich dann verraten zu fühlen – Nähe vertieft sich mit manchen und fällt bei anderen weg, und beides ist normal.

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