Den zweiten Pfeil (Widerstand) bemerken

Trenne den ursprünglichen Schmerz vom Leiden, das du durch den Kampf dagegen hinzufügst.

Why it works

Ein schmerzhaftes Ereignis ist der erste Pfeil; der mentale Kampf dagegen — „das sollte nicht passieren“ — ist ein selbst zugefügter zweiter Pfeil. Die beiden zu unterscheiden macht die optionale Schicht sichtbar, und was als optional erkannt wird, kann abgelegt werden. Du kannst keinen Widerstand loslassen, von dem du noch nicht bemerkt hast, dass du ihn festhältst.

How to do it

  1. Frag dich bei Belastung: Was ist das tatsächliche Ereignis, und was ist meine Geschichte darüber?
  2. Benenne den Widerstand laut: „Ich bekämpfe die Tatsache, dass dies geschehen ist.“
  3. Bemerke die zusätzliche Anspannung, die der Kampf selbst erzeugt.

Evidenz

Die Unterscheidung erster Pfeil/zweiter Pfeil ist eine buddhistische Lehre, die sich auf erlebnisbezogene Vermeidung in ACT abbildet, wo gezeigt wurde, dass der Kampf gegen inneres Erleben Leiden verstärkt und verlängert. Die Umdeutung ist klinisch fundiert; der spezifische Wortlaut ist praxisorientierte Lehre. (clinical)

Widerstand zu benennen ist ein erster Schritt, keine Heilung. Manche Schmerzen bleiben schmerzhaft, selbst wenn akzeptiert; Akzeptanz reduziert den Überschuss, nicht die Quelle.

Häufiger Fehler

Akzeptanz mit dem Widerstand selbst zu verwechseln — mit zusammengebissenen Zähnen zu sagen „ich akzeptiere das“, was nur eine höflichere Ablehnung ist.

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