RAIN — Erkennen, was geschieht

Halte inne und benenne die Emotion oder Erfahrung, die gerade präsent ist, ohne sie zu bearbeiten.

Why it works

Erkennen ist Affektbenennung: Ein vages, überflutendes Gefühl in ein benanntes zu verwandeln, aktiviert präfrontale Regulation und ist mit reduzierter limbischer Reaktivität verbunden. Benennen verwandelt eine überwältigende Welle in ein beobachtbares Objekt, was die Voraussetzung ist, sich anders dazu zu verhalten, statt von ihr getrieben zu werden.

How to do it

  1. Halte inne und frag: Was geschieht gerade tatsächlich in mir?
  2. Benenne es einfach — „Angst“, „Trauer“, „Scham“ — ohne es zu rechtfertigen oder mit ihm zu argumentieren.
  3. Lass das Benennen neutrale Beobachtung sein, kein Urteil über dich selbst.

Evidenz

Erkennen schöpft aus der Forschung zur Affektbenennung, wo das In-Worte-Fassen von Gefühlen mit geringerer Amygdala-Aktivierung verbunden ist, und aus der Achtsamkeitspraxis. RAIN als Vier-Schritte-Sequenz ist Tara Brachs Lehrrahmen, kein separat geprüftes Protokoll. (clinical)

Benennen hilft, gewöhnliche Belastung zu regulieren; bei Trauma kann Erkennen das System überfluten und wird am besten mit Unterstützung durchgeführt.

Häufiger Fehler

Direkt zum Lösen des Gefühls überzugehen, statt es zuerst einfach zu erkennen — was den Schritt überspringt, der seinen Griff tatsächlich lockert.

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