Regulatorische Fokustheorie: Förderungs- vs. Vermeidungsfokus

Wie die eigene motivationale Ausrichtung bestimmt, was man verfolgt, wie man entscheidet und was gelingt

Förderungs- vs. Vermeidungsfokus: wie er Motivation prägt

E. Tory Higgins' regulatorische Fokustheorie postuliert, dass Menschen ihr Verhalten auf zwei unterschiedliche motivationale Ausrichtungen regulieren: Förderungsfokus (das Streben nach Gewinnen, Idealen und Bestrebungen) und Vermeidungsfokus (das Vermeiden von Verlusten, Pflichten und Bedrohungen). Beide sind normal, keiner ist grundsätzlich überlegen – aber jeder erzeugt unterschiedliche emotionale Profile, Entscheidungsstile und Leistungsmuster. Die Theorie ist durch eine umfangreiche experimentelle Literatur gut gestützt, die vor allem von Higgins und Kollegen an der Columbia University entwickelt wurde.

Warum verfolgt derselbe Mensch, der mutig ein neues Unternehmen gründet, sich gleichzeitig quälend über kleine finanzielle Risiken sorgt? Die regulatorische Fokustheorie, entwickelt von E. Tory Higgins, bietet eine fundierte Antwort: förderungsfokussierte Ziele aktivieren ein anderes regulatorisches System als vermeidungsfokussierte, und die beiden Systeme erzeugen zuverlässig unterschiedliche emotionale Erfahrungen, Informationsverarbeitungsstile und Leistungsergebnisse. Den eigenen dominanten Fokus zu verstehen – und ihn gezielt auf den jeweiligen Kontext anzuwenden – ist einer der handlungsrelevantesten Beiträge, die die Motivationsforschung hervorgebracht hat.

Übungen

Übe das mit IX Coach

Übe das mit IX Coach

Verwandte Konzepte