Die betroffene Gemeinschaft einbeziehen, nicht nur die zwei Parteien

Schaden betrifft selten nur zwei Personen – jene einbeziehen, die von den Wellen betroffen sind.

Why it works

Restorative Justice entstand als Gemeinschaftsprozess, nicht als bilaterale Verhandlung. Andere einzubeziehen, die vom Schaden betroffen waren – Teammitglieder, die ihn miterlebt haben, eine Gemeinschaft, deren Vertrauen gebrochen wurde – erfüllt zwei Funktionen: Es bildet den vollen Umfang des Schadens genau ab, und es rekrutiert das soziale Umfeld als Unterstützungsnetzwerk für die Verantwortlichkeitsverpflichtungen. Verhaltensänderung ist dauerhafter, wenn sie miterlebt und sozial verstärkt wird.

How to do it

  1. Fragen: „Wer war sonst noch von dem Geschehenen betroffen?“ – Teammitglieder, Angehörige, die breitere Teamkultur.
  2. Betroffene Gemeinschaftsmitglieder mit Zustimmung der Hauptparteien als Zeugen oder Mitteilnehmende zum restorativen Prozess einladen.
  3. Gemeinschaftsmitgliedern eine Rolle bei der Unterstützung der Verantwortlichkeitsvereinbarung zuweisen (nachfragen, Kontext liefern), statt nur zu beobachten.

Evidenz

Gemeinschaftsbeteiligung an restorativen Prozessen ist mit höherer Vereinbarungseinhaltung und stärkerer sozialer Reintegration im strafrechtlichen Kontext assoziiert; der Mechanismus ist konsistent mit Forschung zu sozialer Unterstützung, die zeigt, dass miterlebte Verpflichtungen dauerhafter sind. (observational)

Forschung zu Gemeinschaftsbeteiligung ist im Strafrecht am stärksten; in Arbeitsplatzkontexten muss „Gemeinschaft“ sorgfältig definiert werden, um Gruppendruck zu vermeiden, der die Freiwilligkeit untergräbt.

Häufiger Fehler

Den restorativen Prozess strikt bilateral halten, obwohl klar andere betroffen waren – was den Umfang des Schadens falsch darstellt und die soziale Unterstützung verpasst, die Veränderung nachhaltig macht.

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