Versuchungsbündelung

Sich eine gewünschte Verlockung nur erlauben, während man das vermiedene Verhalten ausführt.

Why it works

Versuchungsbündelung ist eine klare Form der Belohnungssubstitution: Sie koppelt eine sofortige, gewünschte Belohnung (eine Serie, ein Podcast) mit einem Verhalten mit aufgeschobener Auszahlung (Sport), damit die Verlockung die gegenwartsbezogene Motivation liefert, die dem Verhalten fehlt. Die Verlockung auf das Verhalten zu beschränken macht die beiden untrennbar und leiht den Sog der Verlockung für die produktive Handlung.

How to do it

  1. Eine Verlockung wählen, nach der man sich sehnt, und ein Verhalten, das man chronisch vermeidet.
  2. Die Verlockung nur während des Verhaltens erlauben („dieses Hörbuch nur im Fitnessstudio“).
  3. Die Regel schützen – die Verlockung anderswo zu genießen löst ihren Sog auf das Verhalten auf.

Evidenz

Ein Feldexperiment fand, dass Versuchungsbündelung die Besuchshäufigkeit im Fitnessstudio erhöhte, mit Effekten, die über Wochen bestanden – direkter experimenteller Beleg dafür, eine sofortige Belohnung zu substituieren, um ein Verhalten mit aufgeschobener Auszahlung anzutreiben. (rct)

Effekte ließen mit der Zeit und nach Unterbrechungen nach; Bündelung erhält ein Verhalten, solange die Kopplung besteht, installiert es aber nicht dauerhaft.

Quellen

  • Milkman, Minson & Volpp (2014), "Holding the Hunger Games Hostage at the Gym", Management Science

Häufiger Fehler

Sich die Verlockung auch außerhalb des Bündels erlauben, was die sofortige Belohnung aus dem Verhalten entfernt und den Anreiz zusammenbrechen lässt.

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