Selbstregulatorische Ziele und Fortschrittsverfolgung nutzen

Konkrete Ziele setzen, den Fortschritt darauf verfolgen und basierend auf der Lücke anpassen.

Why it works

SCT umfasst eine selbstregulatorische Schleife: Zielsetzung erzeugt eine Diskrepanz zwischen aktuellem und gewünschtem Zustand; Verfolgung macht die Diskrepanz sichtbar; und selbstbewertende Reaktionen (Zufriedenheit, Unzufriedenheit) motivieren Aufwand. Das unterscheidet sich von reiner Willenskraft: Die Verfolgung erzeugt ein objektives Signal, das stimmungsbasierte Selbsteinschätzung ersetzt, und das Ziel schafft einen Standard, gegen den Leistung verglichen wird. Ohne Verfolgung ist das Ziel ein Wunsch; mit Verfolgung ist es eine Feedbackschleife.

How to do it

  1. Ein konkretes, nahes Ziel setzen (diese Woche, nicht dieses Jahr) für das Zielverhalten.
  2. Einen messbaren Verhaltensindikator wählen und ihn täglich festhalten.
  3. Am Ende jeder Woche die Leistung mit dem Ziel vergleichen und benennen, was funktioniert und was nicht.
  4. Das nächste Ziel basierend auf aktuellen Daten setzen, nicht auf Ehrgeiz — entweder das aktuelle Niveau festigen oder um einen Schritt erhöhen.

Evidenz

Zielsetzung und Selbstbeobachtung gehören zu den durchgängig am besten gestützten Verhaltensänderungstechniken über Metaanalysen zu Gesundheitsverhalten und akademischer Leistung hinweg. (observational)

Schwierige, spezifische Ziele übertreffen in den meisten Studien leichte, spezifische Ziele, aber sehr schwierige Ziele können die Selbstwirksamkeit untergraben, wenn sie anhaltendes Scheitern erzeugen. Kalibrierung ist entscheidend.

Quellen

  • Locke & Latham (2002), "Building a practically useful theory of goal setting," American Psychologist

Häufiger Fehler

Ergebnisse statt Verhalten verfolgen — Ergebnisdaten hinken hinterher, sind verrauscht und können entmutigend sein; Verhaltensdaten sind direkt umsetzbar und motivierend.

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