Von der Beobachtung ähnlicher Menschen lernen
Menschen wie Sie beobachten, die im Verhalten erfolgreich sind — ihr Erfolg liefert den Beweis, dass Sie es auch können.
Why it works
Beobachtungslernen (Modell-Lernen) ist die zweitstärkste Quelle von Selbstwirksamkeit. Einen ähnlichen anderen erfolgreich zu sehen, hebt die Überzeugung des Beobachters, dass auch er erfolgreich sein kann — "Wenn die das können, kann ich das auch." Entscheidend: Das Modell muss ähnlich sein, nicht nur erfolgreich; einen Spitzenperformer zu beobachten baut Bewunderung auf, keine Wirksamkeit. Die Glaubwürdigkeit der Wirksamkeitsinformation hängt von der wahrgenommenen Ähnlichkeit ab.
How to do it
- Ein bis zwei Menschen finden, die erfolgreich in der gewünschten Weise verändert haben und Ihnen in relevanter Hinsicht ähnlich sind (Ausgangspunkt, Einschränkungen, Kontext).
- Deren Prozess studieren, nicht nur das Ergebnis — fragen oder lesen, wie sie mit denselben Hindernissen umgegangen sind, denen Sie gegenüberstehen.
- Ihren Werdegang als Beweis nutzen: "Sie haben dort begonnen, wo ich stehe, und es geschafft — das ist möglich."
- Aktiv Gemeinschaften suchen, in denen das gewünschte Verhalten unter Menschen wie Ihnen normal ist.
Evidenz
Beobachtungsquellen von Selbstwirksamkeit werden sowohl durch Banduras grundlegende Forschung als auch in modellbasierten Interventionen gestützt. Die Ähnlichkeit des Modells zum Beobachter ist ein moderierender Faktor. (observational)
Die Anforderung der Ähnlichkeitsübereinstimmung ist wichtig und wird in motivierenden Inhalten oft verletzt; aspirationale Erfolgsgeschichten von unähnlichen anderen können bei manchen Menschen die Wirksamkeit eher senken als heben.
Quellen
- Bandura (1977), Psychological Review — on sources of self-efficacy including vicarious experience
Häufiger Fehler
Elitäre oder unähnliche Vorbilder zur Inspiration nutzen und stattdessen feststellen, dass die Lücke entmutigend wirkt — wirksamkeitsbildende Vorbilder müssen ähnlich genug sein, dass ihr Erfolg als Beweis über die eigene Fähigkeit interpretierbar ist.
Übe das mit IX Coach
More practices for Sozial-kognitive Theorie
- Selbstwirksamkeit durch Meisterschaftserfahrungen aufbauen
Kleine, echte Erfolge konstruieren, um die Überzeugung in die eigene Fähigkeit zu steigern — nicht durch Ermutigung, sondern durch tatsächliche Leistung.
- Glaubwürdige verbale Überzeugung nutzen, um Wirksamkeit kurzfristig zu steigern
Konkrete, glaubwürdige Ermutigung von einer vertrauenswürdigen Quelle kann Selbstwirksamkeit vorübergehend steigern — muss aber von Leistung gefolgt werden, um zu halten.
- Physiologische Erregung als Bereitschaft statt als Bedrohung neu deuten
Angst vor einer herausfordernden Aufgabe ist physiologisch identisch mit Aufregung — die Bezeichnung, die man wählt, entscheidet, ob sie hilft oder schadet.
- Ergebniserwartungen neben Wirksamkeitserwartungen klären
Hohe Zuversicht in die eigene Fähigkeit reicht nicht, wenn man nicht glaubt, dass das Verhalten das gewünschte Ergebnis bringt.
- Reziproken Determinismus nutzen, um Verhalten durch Änderung von Umwelt oder Kognition zuerst zu verändern
Weil Person, Verhalten und Umwelt sich gegenseitig beeinflussen, kann das Ändern eines davon das gesamte System verschieben.
- Selbstregulatorische Ziele und Fortschrittsverfolgung nutzen
Konkrete Ziele setzen, den Fortschritt darauf verfolgen und basierend auf der Lücke anpassen.
Verwandte Konzepte
- Selbstwirksamkeit: Den Glauben aufbauen, dass Sie es können
The four sources of efficacy beliefs, and how to grow each one
- Motivational Interviewing, praktisch erklärt
Evoking change talk, the spirit behind it, and where the evidence is real
- Growth Mindset: Die ehrliche Version
The fixed-vs-growth idea, the real mechanisms, and where the evidence is weak