Sozialer Vergleich online: Was die Forschung tatsächlich zeigt

Der Aufwärtsvergleichsmechanismus, die Evidenz, und evidenzbasierte Gegenmaßnahmen

Wie beeinflusst der Vergleich in sozialen Medien das Wohlbefinden?

Forschung von Vogel, Rose und Kollegen zeigt, dass passive Social-Media-Nutzung Aufwärtsvergleich antreibt — sich ungünstig mit kuratierten, idealisierten Profilen zu vergleichen — und Selbsteinschätzungen sowie Stimmung durchgängig senkt. Aktive, direkte Interaktion hat schwächere negative Effekte. Die wirksamsten Interventionen reduzieren passiven Konsum und schaffen Bewusstsein für den Vergleichsmechanismus.

Leon Festingers Theorie des sozialen Vergleichs von 1954 schlug vor, dass Menschen sich selbst bewerten, indem sie sich mit anderen vergleichen — und dass Aufwärtsvergleiche (mit scheinbar besser gestellten anderen) motivieren oder deprimieren können, je nachdem, ob die Lücke als überbrückbar wahrgenommen wird. Social-Media-Plattformen haben eine Umgebung nahezu kontinuierlichen Aufwärtsvergleichs mit hochgradig kuratierten, künstlichen Profilen geschaffen. Vogel, Rose und Kollegen verfeinerten, wie dieser Mechanismus online funktioniert und was er mit der Selbsteinschätzung macht. Unten stehen evidenzbewertete Praktiken, um ihn zu verstehen und sich dagegen zu wappnen.

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