Selbstmitgefühl anwenden, wenn Vergleich Selbstkritik erzeugt

Wenn Vergleich Selbstkritik aktiviert, ihr mit der Reaktion begegnen, die man einem engen Freund geben würde.

Why it works

Aufwärtsvergleich aktiviert oft den inneren Kritiker, der die anfänglichen Stimmungskosten verstärkt. Selbstmitgefühlspraxis — sich selbst mit derselben Wärme zu behandeln, die man einem kämpfenden Freund entgegenbringen würde — hat sich in mehreren RCTs als wirksam erwiesen, selbstkritisches Grübeln zu reduzieren und negativen Affekt zu senken, ohne die Motivation zu verringern. Sie unterbricht die Spirale aus Vergleich → Selbstkritik → Grübeln.

How to do it

  1. Den selbstkritischen Gedanken bemerken, der auf Vergleich folgt ("ich habe nichts aus meinem Leben gemacht").
  2. Fragen: "Was würde ich einem engen Freund sagen, der sich so fühlt?"
  3. Das zu sich selbst sagen — sowohl die Anerkennung der Schwierigkeit als auch die Wärme.
  4. Sich daran erinnern, dass vergleichsbedingte Unzulänglichkeit eine nahezu universelle menschliche Erfahrung ist, kein persönliches Versagen.

Evidenz

Selbstmitgefühls-Interventionen haben replizierte Effekte auf die Reduktion von Selbstkritik, Scham und negativem Grübeln. Neffs Selbstmitgefühlsskala und verwandte Interventionen haben metaanalytische Unterstützung. (rct)

Selbstmitgefühls-RCTs untersuchen typischerweise das breitere Programm; die spezifische Anwendung auf Social-Media-Vergleich erfordert eine Brücke, die mechanistisch schlüssig, aber nicht separat geprüft ist.

Quellen

  • MacBeth & Gumley (2012), self-compassion and psychopathology meta-analysis, Clinical Psychology Review

Häufiger Fehler

Selbstmitgefühl mit Selbstnachsicht verwechseln ("mir geht's gut, die zeigen nur an") — Selbstmitgefühl erkennt die Schwierigkeit ehrlich an, statt sie abzutun.

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