Das Bett nur zum Schlafen (und für Sex) nutzen

Das Bett strikt vorbehalten, damit das Gehirn lernt, es mit Schläfrigkeit statt Wachheit zu assoziieren.

Why it works

Durch klassische Konditionierung assoziiert das Gehirn Orte und Kontexte mit Zuständen. Wird das Bett regelmäßig mit Wachliegen, Sorgen, Scrollen oder Fernsehen gekoppelt, wird es zu einem Reiz für Erregung und Angst statt für Schlaf. Die Beschränkung des Betts auf den Schlaf durchbricht die unerwünschte Assoziation und beginnt, eine neue aufzubauen: Bett → schläfrig.

How to do it

  1. Erledige alles Lesen, Bildschirmnutzung und Nicht-Schlaf-Aktivitäten in einem anderen Stuhl oder Raum.
  2. Geh nur ins Bett, wenn du wirklich schläfrig bist – nicht nur müde oder zur gewohnten Zeit.
  3. Nutzt du das Schlafzimmer als Arbeitsplatz, richte den Schreibtisch vom Bett weg oder nutze einen Raumteiler.

Evidenz

Die Reizkontrolltherapie wird in klinischen Übersichtsarbeiten durchgehend als eine der wirksamsten Einzelkomponenten-Verhaltensbehandlungen bei chronischer Schlaflosigkeit eingestuft und ist eine Erstlinienkomponente von CBT-I. (rct)

Der Großteil der Evidenz stammt aus klinischen Populationen mit diagnostizierbarer Schlaflosigkeit; Vorteile für subklinisch schlecht Schlafende sind wahrscheinlich, aber weniger direkt untersucht.

Quellen

  • Morin et al. (2006), psychological and behavioral treatments for insomnia, SLEEP

Häufiger Fehler

Das Schlafzimmer als allgemeine Entspannungszone behandeln – es nutzen, um beruhigende Sendungen zu schauen oder belastende Nachrichten zu lesen, was die aufzubauende Assoziation untergräbt.

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