Die Vorbehaltsklausel vor dem Handeln explizit formulieren

Sprich vor jeder wichtigen Handlung deine Absicht vollständig aus – füge dann „das Schicksal erlaubend, die Umstände zulassend“ hinzu.

Why it works

Die Klausel wirkt, indem sie zwei Dinge trennt, die Angst verschmilzt: die Absicht (die in deiner Macht liegt) und das Ergebnis (das es nicht ist). Indem du den Vorbehalt vor dem Handeln explizit hinzufügst, unterbrichst du die automatische Annahme, dass Absicht Ergebnis garantiert – jene Annahme, die Ergebnisabhängigkeits-Angst erzeugt. Das Bedrohungsüberwachungssystem des Gehirns beruhigt sich, wenn Ungewissheit anerkannt statt unterdrückt wird.

How to do it

  1. Schreibe oder sprich die vollständige Absicht laut aus: „Ich werde heute [konkrete Handlung] tun.“
  2. Füge die Vorbehaltsklausel hinzu: „— das Schicksal erlaubend, im Verständnis, dass das Ergebnis nicht vollständig mir zu bestimmen obliegt.“
  3. Gehe mit vollem Einsatz vor.
  4. Ist die Handlung abgeschlossen (ob das Ergebnis passte oder nicht), bemerke, ob die Klausel die Angst des Versuchs reduziert hat.

Evidenz

Psychologische Forschung zu Ergebnisabhängigkeit und Leistungsangst zeigt, dass die Entkopplung des Selbstwerts von Ergebnissen Angst reduziert und oft die Leistung verbessert; die Vorbehaltsklausel operationalisiert diese Entkopplung. (mechanistic)

Die spezifische Vorbehaltsklausel-Formulierung wurde nicht als Intervention getestet; der zugrunde liegende Mechanismus – Anstrengung vom Ergebnis zu entkoppeln – ist in der Sport- und Leistungspsychologie gut gestützt.

Häufiger Fehler

Die Vorbehaltsklausel als vorauseilende Ausrede vor echter Verpflichtung hinzufügen: „Ich versuch's mal, schätze ich, das Schicksal erlaubend.“ Die Klausel muss nach voller Verpflichtung kommen, nicht anstelle davon.

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