Handlungen durch die Linse der Vorbehaltsklausel überprüfen

Frage nach einem enttäuschenden Ergebnis: Habe ich gut gehandelt? Falls ja, ist die Disziplin erfüllt – das Ergebnis ist nicht der Maßstab.

Why it works

Die Standard-Selbstbewertung, die die meisten Menschen anwenden, ist ergebnisbasiert: Waren die Resultate gut, war die Handlung gut; wenn nicht, hat die Handlung versagt. Die Vorbehaltsklausel bietet einen alternativen Maßstab: War die Handlung selbst gut gewählt, gut ausgeführt und responsiv gegenüber dem, was wirklich in meiner Macht lag? Das lenkt das Lernen zu dem, was verbessert werden kann (die Qualität der Reaktion), und weg von dem, was nicht kontrolliert werden kann (das Ergebnis).

How to do it

  1. Schreibe nach einer bedeutsamen Handlung mit enttäuschendem Ergebnis zwei Bewertungen getrennt auf: (1) Wie verhielt sich das Ergebnis zu meiner Absicht? (2) Wie verhielt sich meine Handlung zu dem, wozu ich fähig war?
  2. Identifiziere, was in deiner Macht lag, besser zu tun, und fokussiere die Verbesserung dort.
  3. Identifiziere, was außerhalb deiner Macht lag, und übe echtes Loslassen statt anhaltendes Bedauern.
  4. Frage: Würde ein Stoiker sagen, ich habe meinen Teil getan? Falls ja, schließe die Überprüfung ab.

Evidenz

Prozessfokus statt Ergebnisfokus in der Leistungsbewertung wird in Sportpsychologie und Coaching-Forschung gestützt; der Fokus auf kontrollierbare Faktoren (Anstrengung, Technik, Vorbereitung) sagt bessere Leistungsverbesserung voraus als Ergebnisfokus. (observational)

Diese Forschung stammt aus Sport- und Leistungskontexten; die Verallgemeinerung auf Lebensentscheidungen und Beziehungshandlungen ist mechanistisch gestützt, aber nicht direkt untersucht.

Häufiger Fehler

Die Überprüfung nutzen, um externen Umständen die Schuld zuzuweisen, statt die Qualität der eigenen Handlung wirklich zu prüfen – das ist die Vorbehaltsklausel als Ausrede statt als Maßstab genutzt.

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