Die Vorbehaltsklausel in Beziehungen anwenden

Biete deine beste ehrliche Kommunikation, Fürsorge oder Hilfe an – mit der Vorbehaltsklausel: Du kannst nicht kontrollieren, wie sie aufgenommen wird.

Why it works

Beziehungen sind der Bereich, in dem Ergebnisabhängigkeit das meiste Leid verursacht: Wir brauchen, dass andere gut reagieren, unsere Anstrengung schätzen oder ihr Verhalten ändern – und wenn sie es nicht tun, erzeugt die Annahme, wir hätten ihre Reaktion garantieren können, entweder Selbstvorwürfe oder Groll. Die Vorbehaltsklausel verortet korrekt, was in deiner Macht liegt (wie du dich zeigst) und was nicht (wie andere reagieren), und reduziert das Leid der Lücke.

How to do it

  1. Formuliere vor einem schwierigen Gespräch oder einem Akt der Fürsorge deine Absicht: „Ich werde [ehrliches Feedback / Unterstützung / Zuneigung] so klar und echt wie möglich anbieten.“
  2. Füge die Klausel hinzu: „Wie es aufgenommen wird, obliegt nicht mir zu bestimmen.“
  3. Handle voll nach der Absicht.
  4. Bewerte danach nur die Qualität deines Angebots, nicht die Qualität der Aufnahme.

Evidenz

Zwischenmenschliche Forschung zu Kontrollüberzeugung und Beziehungswohlbefinden zeigt, dass ein interner Kontrollort für das eigene Verhalten (bei gleichzeitiger Akzeptanz eines externen Kontrollorts für die Reaktionen anderer) geringeren Konflikt und höhere Beziehungszufriedenheit vorhersagt. (observational)

Forschung zum Kontrollort stützt das allgemeine Prinzip; die spezifische Praxis der „Vorbehaltsklausel in Beziehungen“ ist eine philosophische Anwendung, die nicht direkt untersucht wurde.

Häufiger Fehler

„Ich kann nicht kontrollieren, wie sie reagieren“ als Grund nutzen, nachlässig zu kommunizieren, statt als Grund, so gut wie möglich zu kommunizieren und dabei das Bedürfnis nach einer bestimmten Aufnahme loszulassen.

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