Das Renditeabfolge-Risiko verstehen

Die Reihenfolge der Marktrenditen im frühen Ruhestand ist wichtiger als die Durchschnittsrenditen über den gesamten Zeitraum.

Why it works

Wenn du Geld aus einem Portfolio während eines fallenden Marktes entnimmst, verkaufst du Anteile zu niedrigen Preisen – das zementiert Verluste, die sich dauerhaft gegen dich summieren. Eine schlechte Renditeabfolge in den ersten fünf bis zehn Jahren des Ruhestands ist der primäre Versagensmodus fester Entnahmestrategien, selbst wenn sich langfristige Durchschnitte erholen. Die historische Erfolgsquote der 4%-Regel spiegelt bereits viele solcher Abfolgen wider – aber die unglücklichen scheiterten trotzdem.

How to do it

  1. Teste deinen Entnahmeplan gegen die schlechtesten historischen Abfolgen (1929, 1966, 2000).
  2. Baue einen 1-2-Jahres-Bargeldpuffer auf, aus dem du bei fallenden Märkten schöpfst, statt Aktien zu verkaufen.
  3. Prüfe deine Entnahmerate in Jahr 3 und 5 – wenn das Portfolio um mehr als 20% gefallen ist, erwäge, diskretionäre Ausgaben vorübergehend zu kürzen.

Evidenz

Das Renditeabfolge-Risiko ist ein gut etabliertes Konzept in der Ruhestandsfinanzierung, gestützt durch Simulationsstudien, die zeigen, dass Bärenmärkte im frühen Ruhestand die Ausfallraten dramatisch erhöhen, selbst wenn die langfristigen Renditen angemessen sind. (mechanistic)

Simulationen nutzen historische Daten; künftiges Marktverhalten ist unbekannt. Bargeldpuffer tragen eigene Kosten (Opportunitätskosten, Inflationsverlust).

Häufiger Fehler

Anzunehmen, dass, weil Durchschnittsrenditen akzeptabel sind, dein spezifisches 30-Jahres-Fenster sicher ist – der Durchschnitt verbirgt enorme Streuung der tatsächlichen Ergebnisse.

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