Weg 1: Proaktiv sein

Verantwortung für die eigenen Reaktionen übernehmen; handeln, was du beeinflussen kannst, nicht was dir widerfährt.

Why it works

Zwischen einem Reiz und deiner Reaktion liegt eine Lücke, in der du wählen kannst – proaktive Menschen nutzen diese Wahlfreiheit, statt automatisch auf Umstände zu reagieren. Energie auf deinen „Einflussbereich“ (was du beeinflussen kannst) statt auf deinen „Betroffenheitsbereich“ (worüber du dir nur Sorgen machst) zu lenken, erweitert sowohl deine tatsächliche Kontrolle als auch verringert die Hilflosigkeit, die aus dem Fixieren auf das Unkontrollierbare entsteht.

How to do it

  1. Reaktive Sprache erkennen („ich muss“, „die bringen mich dazu“) und proaktiv umformulieren („ich entscheide mich“).
  2. Eine Sorge in Einflussbereich vs. Betroffenheitsbereich einordnen und nur auf Ersteres handeln.
  3. In der Lücke zwischen Auslöser und Reaktion innehalten, um die eigene Reaktion bewusst zu wählen.

Evidenz

Deckt sich mit gut belegter Psychologie: Ein interner Kontrollort ist mit besserer Bewältigung und besseren Ergebnissen verbunden, und die Reiz-Reaktions-Lücke spiegelt kognitiv-verhaltenstherapeutische und stoische Prinzipien zur Steuerung von Reaktionen statt Ereignissen wider. (observational)

Evidenz zum Kontrollort ist korrelativ; „proaktiv sein“ ist ein nützlicher Rahmen, kein Heilmittel für Umstände, die wirklich außerhalb der eigenen Kontrolle liegen.

Häufiger Fehler

Proaktivität mit unerschütterlichem Optimismus oder Verleugnung zu verwechseln – proaktiv sein bedeutet nicht, so zu tun, als seien schwere Dinge nicht schwer, sondern nur, die eigene Reaktion darauf zu besitzen.

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